Artenschutzturm in Gehofen ist fertiggestellt

Gehofen.  Die Unterkunft für Insekten, Vögel und Fledermäuse nahe der Ziegelei kann nun von der Natur erobert werden.

Ein Turm auf dem einstigen Polizei-Schießplatz wird im Rahmen des Projektes "Gehofen fledermausfreundlich" zum Fledermaus-Quartier umgebaut. Nun konnten die Umbauarbeiten abgeschlossen werden. 

Ein Turm auf dem einstigen Polizei-Schießplatz wird im Rahmen des Projektes "Gehofen fledermausfreundlich" zum Fledermaus-Quartier umgebaut. Nun konnten die Umbauarbeiten abgeschlossen werden. 

Foto: Sebastian Koch

Ein weiteres Puzzleteil in den zahlreichen Naturschutzprojekten der Gemeinde Gehofen konnte abgeschlossen werden. Der Turm auf dem einstigen Polizei-Schießplatz ist nun fertig umgerüstet als Quartier für Fledermäuse und zahlreiche weitere Tierarten.

Der Turm steht auf einem Privatgelände nahe der Ziegelei und kann nun bis zu 50 Tierarten als Heimstatt dienen. Die Gemeinde setzte einen Nutzungsvertrag über fünf Jahre mit Familie Heidenreich auf, der das Grundstück gehört. Nun konnte der Turm zum Artenschutzobjekt umgebaut werden. Die Schäden am Dach behob die örtliche Dachdeckerfirma Thiele, nachdem sie den Zuschlag durch den Gemeinderat bekommen hatte. Durch einen Zuwendungsbescheid vom Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz waren die Kosten dafür gedeckt, und die Gemeinde musste nicht in die eigene Kasse greifen, um etwas für die heimische Fauna zu schaffen. Schon damals bezeichnete Bürgermeister Sebastian Koch (SPD) den Umbau des Turms für den Artenschutz als sinnvollste Lösung für das Objekt.

Straßenlampen werdennoch auf LED umgestellt

Im letzten Abschnitt wurden die Nisthilfen für Schleiereule, Mauersegler, Schwalben und Fledermäuse angebracht. „Jetzt müssen nur noch die Straßenlampen auf LED umgestellt werden“, freut sich Bürgermeister Koch, der auch selbst beim Umbau mit anpackte, über die Fortführung des Projektes „Gehofen fledermausfreundlich“. Über die Vergabe dieser Umrüstung an eine Firma wird auch der Gemeinderat in seiner Sitzung am kommenden Montag entscheiden. Am Fußes der Turmes könnten nun auch noch Unterschlupfe für Kriechtiere, Lurche oder Kleinsäuger wie Igel geschaffen werden.

Die imposante Gehofener Dorfkirche St. Johann Baptist beherbergt eine der größten Mutterstuben der gefährdeten Art „ Großes Mausohr“. Sie trägt das Prädikat „fledermausfreundlich“, nachdem sie in den 1990er-Jahren mit spezieller Verschalung und dem Erhalt der Gauben saniert wurde.