Aussterbender Kyffhäuser-Kreis

Kyffhäuserkreis.  Zahl der Bewohner sank bis zum dritten. Quartal 2019 auf unter 75.000.

Viele Kinder toben auf einem Spielplatz. Im vergangenen Jahr sank die Bevölkerung im Kyffhäuserkreis auf unter 75.000.

Viele Kinder toben auf einem Spielplatz. Im vergangenen Jahr sank die Bevölkerung im Kyffhäuserkreis auf unter 75.000.

Foto: Wilhelm Slodczyk

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Bevölkerung im Kyffhäuserkreis sinkt unaufhaltsam. Das ist der jüngsten Erhebung des Statistischen Landesamt für das III. Quartal 2019 zu entnehmen.

Danach lebten am 30. September des vergangenen Jahres 74.443 Personen im Kreis zwischen Keula und Roßleben. Das waren mehr als 250 weniger als noch am Quartalsende zuvor und gut 500 weniger als noch zu Jahresbeginn (75.009). Der Grund liegt in der Überalterung des Kreises, in dem deutlich weniger Kinder geboren werden als Menschen sterben. Bevölkerungswanderung spielt dagegen eine kleinere Rolle.

Im Zeitraum 1. Januar bis 30. September erblicken 378 neue Kreisbewohner das Licht der Welt. Im Gegenzug starben 853 Bewohner, was gegenüber der Anzahl der Neugeborenen eine Differenz von 475 ausmacht.

Auch bei der Bevölkerungswanderung geht die Rechnung für den Kreis mit Verlusten aus. Während im ersten Quartal 2019 mehr Personen ihren Wohnsitz in den Kreis als aus ihm heraus verlegten und der Kreis auf diesem Weg immerhin 88 neue Einwohner gewann, lag in den anderen beiden Quartalen die Zahl der Wegzüge deutlich über der der Zuzüge, was in der Summe aller drei Quartale einen Wanderungsverlust von 79 ausmacht.

Im genannten Zeitraum wurden 263 Ehen geschlossen. Über die Zahl der Scheidungen wurde nichts bekannt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren