Bad Frankenhausen: Zusätzliche halbe Million für die Therme

Bad Frankenhausen  Der Stadtrat beschließt eine Zuschusserhöhung an die Kur- und Tourismus GmbH.

Der Stadtrat der Stadt Bad Frankenhausen beschloss am Dienstagabend eine Erhöhung des Zuschusses um eine halbe Million Euro an die Kur- und Tourismus GmbH als Betreiber der Kyffhäuser-Therme. Die Einrichtung läuft derzeit im Notbetrieb.

Der Stadtrat der Stadt Bad Frankenhausen beschloss am Dienstagabend eine Erhöhung des Zuschusses um eine halbe Million Euro an die Kur- und Tourismus GmbH als Betreiber der Kyffhäuser-Therme. Die Einrichtung läuft derzeit im Notbetrieb.

Foto: Wilhelm Slodczyk

Der Stadtrat Bad Frankenhausen hat eine Erhöhung des Zuschusses an die Kur & Tourismus GmbH als Betreiber der Kyffhäuser-Therme beschlossen. Grund ist die neuerliche coronabedingte Schließung der Therme seit Anfang November, die der Kurgesellschaft ein Liquiditätsproblem beschert. Bereits im abgelaufenen Jahr 2020 hatte der Stadtrat zum jährlichen Zuschuss der Stadt von 370.000 Euro an die Kur- und Tourismus GmbH zusätzlich insgesamt eine Million Euro beschlossen. Bis zum Jahresende hatte die Kur GmbH davon 385.000 Euro abgerufen, also insgesamt 755.000 Euro.

„Die Therme läuft derzeit im Notbetrieb. Das heißt, in den Becken erfolgt ein Mindestmaß an Umwälzung, die Lüftungsanlage läuft weiter, die Wassertemperatur ist abgesenkt und bewegt sich derzeit bei 20 Grad Celsius. Die Technik im Haus muss regelmäßig in Betrieb gesetzt werden. Am Empfang arbeitet eine kleine Besetzung, und die Buchhaltung ist ebenfalls besetzt“, heißt es im Lagebericht zur Kyffhäusertherme des Geschäftsführers der Kur- und Tourismus GmbH, Jens Lüdecke, am Mittwoch auf Nachfrage. Geöffnet hat hingegen die Physiotherapie im Haus. Dort werden weiter Behandlungen nach ärztlicher Verordnung vorgenommen.

Vorgezogen werden derzeit die jährlichen umfangreichen Wartungsarbeiten in der Therme. Dadurch entfalle die 14-tägige Schließzeit zwei Wochen vor den Sommerferien.

Nach Schließung im Frühjahr schnell neu gestartet

Dass die Kur- und Tourismus GmbH im abgelaufenen Jahr lediglich 385.000 Euro des zusätzlich bereitgestellten Geldes abrufen musste, habe unter anderem daran gelegen, dass die Therme nach der Corona-Schließung im Frühjahr rasch wieder am Start war und am Jahresende eine „sehr gute Besucherzahl“ vorweisen konnte, begründet Lüdecke das vergleichsweise gering ausgefallene Defizit.

„Wir haben damals gleich am ersten Tag wieder aufgemacht – als erste Therme in Thüringen überhaupt. „Und wir haben gut gewirtschaftet.“ Am Jahresende hatte die Stadt eine Zuweisung des Landes für Bäder in Höhe von 555.555,55 Euro erhalten.

Fixkosten fallen weiterhin an

In diesem Jahr sieht das anders aus. Denn bislang ist unklar, wann Einrichtungen wie die Kyffhäuser-Therme wieder öffnen können. „Das ist die große Frage. Daher ist es im Moment schwierig, etwas zu prognostizieren“, sagt der Kurdirektor mit Blick auf 2021. Neben dem Notbetrieb der Therme laufen Fixkosten, wie Stromversorgung, Leasingverträge und Versicherungen weiter. Staatshilfen, wie die November- und Dezemberhilfe, seien beantragt. „Unsere Mitarbeiter sind in Kurzarbeit. Wir sparen jeden Euro, den wir können, um die Kosten niedrig zu halten.“

Auf seiner Sitzung am Dienstagabend beschloss der Stadtrat auch für 2021 eine Erhöhung des Zuschusses an die Kur- und Tourismus GmbH um eine halbe Million auf vorerst 870.000 Euro.