Bendeleben macht sich für die Bundesgartenschau schick

Bendeleben  Am neuen Badehaus ist Konzert mit Bootsfahrten geplant. Verein pflegt Blumenrabatten

Das neue Badehaus in Bendeleben wird künftig kulturell genutzt. Ortsteilbürgermeister René Pfeiffer, freut sich, dass das Holzhaus in Vorbereitung der Buga entstehen konnte.

Das neue Badehaus in Bendeleben wird künftig kulturell genutzt. Ortsteilbürgermeister René Pfeiffer, freut sich, dass das Holzhaus in Vorbereitung der Buga entstehen konnte.

Foto: Sibylle Klepzig

Der Schlosspark in Bendeleben hat wieder ein Badehaus. „Gebaut wurde es im chinesischen Stil, genau wie das vor Jahrzehnten abgerissene Original“, freut sich Bürgermeister René Pfeiffer (parteilos) über das nagelneue Holzgebäude am Angelteich. Gewünscht hatten sich Parkfreunde den Neubau schon lange. Jetzt, wo sich das Barockdorf im Kyffhäuserkreis als Außenstandort der Bundesgartenschau (Buga) 2021 in Erfurt herausputzt, ging der Wunsch in Erfüllung. Die Thüringer Staatskanzlei förderte das Projekt mit 65.000 Euro.

Das neue Badehaus soll nicht etwa dem Badevergnügen, sondern kulturellen Zwecken dienen. Pfeiffer spricht von Lesungen und Konzerten auf der kleinen Seeterrasse. „In unser Buga-Programm haben wir sogar ein Kammerkonzert mit Bootsfahrten aufgenommen“, erzählt er. Allen Unwägbarkeiten zum Trotz plant und organisiert eine eigens gegründete Arbeitsgruppe viele weitere Aktionen für die Buga-Gäste. „Das Spektrum reicht von Kräuterwanderungen und Lavendelmarkt über den Auftritt des Heeresmusikkorps bis zum White Dinner im Park“, macht er neugierig. Sobald es die aktuelle Situation erlaubt, stellen die Akteure ihre Broschüre mit allen Programmpunkten öffentlich vor.

„Wir wollen gute Gastgeber sein“, bekräftigt Pfeiffer, der die Vereine des Ortes hinter sich weiß. Der Geschichtsverein Barockes Bendeleben zum Beispiel hat die Initiative „Bendeleben blüht auf“ gegründet, die sich um Blumenrabatten und Grünanlagen kümmert. Der Verein bildet zudem Gästeführer aus, erarbeitet mit dem Kyffhäusergymnasium in Bad Frankenhausen das Theaterstück „Wie die Orange nach Bendeleben kam“, mit dem man sich auch in Erfurt präsentieren will. Sogar ein Geocaching-Pfad ist im Entstehen.

„Im Schlosspark ist es vor allem der Anglerverein, der tatkräftig zupackt“, sagt der Bürgermeister. Gemeinsam mit der Naturparkverwaltung Kyffhäuser und der Gemeinde Kyffhäuserland hat man einiges geschafft. Beispielsweise erfuhr der Tiefe Heller -- Heller steht für kleiner Teich -- Anfang November eine Teilsanierung. Der zuvor undichte Damm wurde abgedichtet, der Abfluss erneuert und die Uferseite am Hauptweg mit Holzpflöcken gesichert. Das Umweltministerium unterstützte das Vorhaben mit Fördermitteln in Höhe von 15.000 Euro zur Entwicklung der Biosphärenregion. Am unweit entfernten Inselteich erhielt die Metallbrücke, die zur kleinen Insel führt, ein Geländer und einen neuen Belag aus Eichenholz.