Kommerz und Besinnlichkeit

Black Friday – Black Soul?

Kyffhäuserkreis.  Anika Hesse-Witt denket über unser Leben zwischen Kommerz und Besinnlichkeit rund um den Black Friday nach.

Allerorten überschlagen sich die Geschäfte mit Rabattversprechen zum Black Friday.

Allerorten überschlagen sich die Geschäfte mit Rabattversprechen zum Black Friday.

Foto: mydealz.de

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Jedes Jahr das gleiche Spiel. Das Weihnachtsgeschäft rollt an und überrollt uns mit Werbung in jedweder Form. Otto-Normal-Verbraucherbestellt 24 Stunden lang, an 7 Tagen in der Woche, natürlich online. Unsere Innenstädte funktionieren nur noch als Showrooms, man geht dorthin, um ein Bedürfnis zu entwickeln und ordert dann bequem vom Sofa aus. Wer kennt ihn nicht- den heiß ersehnten Black Friday, den großen Beginn des Weihnachtsgeschäfts. Das wir aber auch alles von den Amis übernehmen müssen. Denn der sogenannte „schwarze Freitag“ wird in den vereinigten Staaten der Freitag nach Erntedank genannt. Darauf folgt, ganz nach dem Kommerziellen Vorbild, der Cyber-Monday, der Online- Weihnachtsverkaufsstart.

Der Shopping-Wahnsinn beginnt sowieso erst wieder kurz vor Weihnachten. Man lernt es halt nie. Auch nicht, das man vor dem Totensonntag nicht weihnachtlich dekorieren soll. Aber das wird heutzutage bei vielen gehalten wie ein Dachdecker. Wo bleibt bitteschön das Traditionsbewusstsein, die Einhaltung der christlichen Gebräuche und die Achtung vor den Toten? Aber all das gerät in unserer Gesellschaft zunehmend in Vergessenheit. Wer möchte schon gern mit dem Tod konfrontiert werden, wenn man sich doch so wunderbar mit Shoppen ablenken kann. In einer Welt, in der nur noch Kommerz zählt, und die Nächstenliebe verblasst, kann doch nur noch die seelische Verarmung die Folge sein. Wir müssen unsere Blacksouls heilen, indem wir den Teufelskreis durchbrechen und wieder auf Menschen zugehen. Oder wenigstens erstmal rausgehen. Es ist so einfach, etwas für sich zu tun. Den Mut zu entwickeln, öfter nein zu sagen, zu dem, was wir nicht wollen, ist das ganze Geheimnis. Meine Inspiration und mein Buchtipp dafür: „Why not“ von Lars Amend. Auch der freiberufliche Autor Werner Tiki Küstenmacher hat mit „Simplify your Life“ einen echten Lebensretter geschrieben. Weitere Bücher zum Thema Spiritualität und Lebenshilfe gibt es in meiner Bibliothek in Ichstedt, Schulstraße 200. Dienstags von 16 bis 17 Uhr. Am besten vorher anrufen unter 03466 / 7428090.

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