Stich-Wort: Blättersammeln beim Klopapier

Ingolf Gläser über Sprüche in dieser nicht leichten Zeit

TA-Redakteur Ingolf Gläser

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Foto: Wilhelm Slodczyk

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In diesen schweren Zeiten ist Humor (kein schwarzer), ein gelegentliches Schmunzeln ein kleines Stück Medizin. Da braucht man keinen Arzt oder Apotheker fragen. Und man benötigt kein Rezept.

Coole Sprüche findet und hört man hier und da. Mein Liebster derzeit ist: „Grenzen dicht, Regale leer, willkommen in der DDR“. In dem Zusammenhang spricht mancher Ossi schmunzelnd von „Heimatgefühlen“.

Man sollte sich ja mehrmals am Tag gründlich die Hände waschen. Immer etwa 30 Sekunden. Das ist wichtig! Da kommt einige Zeit zusammen. Und irgendwann bei einer Bewerbung die Frage: „… und diese Lücke im Lebenslauf 2020?“ Reaktion: „Da war ich Hände waschen.“

Keine Frage, es gibt Sprüche zum Lieblingseinkaufsprodukt der Deutschen. Das Klopapier. Beispiel: „Die Bundesregierung hat beschlossen, dass alle Haushalte mit mehr als zehn Rollen Toilettenpapier als öffentliche Toilette gelten.“

Es soll sogar eine Sammel-Leidenschaft beim Klopapier geben. Und den Aufruf: „Mir fehlen noch Blatt 7, 36, 84 und 166, dann habe ich das Album voll“. Und da war irgendwo eine leise Stimme eines Mannes zu hören: „Draußen Corona, im Haus die Frau – wo soll ich hin?“ Sicher gibt es da auch die Stimme einer Frau.

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