Ein neuer Corona-Fall im Kyffhäuserkreis

Kyffhäuserkreis.  181 Tests in einem Sondershäuser Pflegeheim fallen negativ aus. Die Tests der Bewohner von Haus 27 in Artern sind allesamt negativ.

Ein Mund-Nasen-Schutz liegt auf einer Wiese.

Ein Mund-Nasen-Schutz liegt auf einer Wiese.

Foto: Marco Kneise

Die Corona-Lage im Kyffhäuserkreis ist im Vergleich mit anderen Regionen übers Wochenende moderat geblieben. Es gibt einen neuen aktiven Fall. „Aber zum Glück nicht wieder aus einer sozialen Einrichtung“, sagte Landratsamtssprecher Heinz-Ulrich Thiele aufatmend. Es handelt sich um einen Sondershäuser, der sich offenbar in Bamberg infiziert hat. Da zwei weitere Fälle als „genesen“ eingestuft werden konnten, reduzierte sich die Zahl der aktiven Fälle um einen auf zwölf – jeweils sechs aus dem Ost- und Westkreis. Auch die Zahl der Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne ging damit von 117 auf 80 zurück. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Was Thiele und die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes in dieser heiklen Pandemie-Phase „zunächst vorsichtig erleichtert“, ist ein weiteres Resultat: 181 am Freitag vorgenommene Tests der Bewohner und Mitarbeiter der Sondershäuser K&S-Seniorenresidenz sind allesamt negativ ausgefallen. Bei vier weiteren Personen stand am Sonntag das Ergebnis noch aus. In dem Heim war vorige Woche ein Ergotherapeut positiv getestet worden, der auch extern arbeitet.

Ebenfalls negativ fielen am Wochenende die Tests der zehn Bewohner von „Haus 27“ in Artern aus. In der Jugendhilfe-Einrichtung am Königstuhl war ein Betreuer aus einem anderen Landkreis zuvor positiv getestet worden.

Und das Testen geht weiter: Am Montag werden von allen 84 Bewohnern und 87 Mitarbeitern des Awo-Seniorenheims Roßleben Abstriche genommen. Hier hatten eine neu angekommene Bewohnerin, eine Angehörige sowie eine Mitarbeiterin am Donnerstag positive Befunde aufgewiesen. Die Bewohnerin, so Awo-Sprecher Uwe Gehrsdorf, befände sich ehedem standardmäßig in Isolation. Die Mitarbeiter dort tragen speziellen Mund-Nasen-Schutz und Plastik-Kleidungsüberzüge. Es herrsche im ganzen Haus „ein verschärftes Hygiene-Regime“. Besuche im Heim sind vorerst untersagt.

Die Corona-Hotline des Gesundheitsamtes ist am Montag von 9 bis 15 Uhr erreichbar unter Telefon: 03632/ 741 444.

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