Entwicklung lag 2020 in Roßleben-Wiehe nicht flach

Roßleben-Wiehe  Bauplätze für Eigenheime entstehen in der Stadt im Kyffhäuserkreis. Hoffnung auf Impfung, um Corona in den Griff zu bekommen.

"Es war kein verlorenes Jahr", sagt Bürgermeister Steffen Sauerbier (SPD). "Wir haben Erfahrungen gesammelt, um künftig mit Krisen besser umzugehen." 

"Es war kein verlorenes Jahr", sagt Bürgermeister Steffen Sauerbier (SPD). "Wir haben Erfahrungen gesammelt, um künftig mit Krisen besser umzugehen." 

Foto: Marcus Pfeiffer

Roßleben-Wiehe. Ein schwieriges Jahr 2020 ist geschafft. Trotz finanzieller Einschnitte konnten einige kommunale Projekte umgesetzt werden. Auch die hohen Infektionszahlen mit Covid-19 beschäftigten Bürgermeister Steffen Sauerbier (SPD) fast das ganze Jahr über.

„Die Pandemie hat in diesem schwierigen Jahr sicher vieles gehemmt und bei allen ins Leben eingegriffen. Und wie sie finanziell insgesamt ins Kontor schlägt, ist noch nicht klar. Aber wir haben dennoch einige Projekte bewerkstelligt. Und durch die Erfahrungen, die wir gesammelt haben, können wir solchen Krisen künftig besser begegnen. Es war also kein völlig verlorenes Jahr“, sagt Sauerbier im Gespräch mit dieser Zeitung.

Ein Signal sei, dass gemeinsam mit Trägern Bauplätze im Fliegental Wiehe und hinter der Zuckerfabrik Roßleben erschlossen werden konnten. „Leute, auch junge, wollen hier sesshaft bleiben oder werden. Für diese haben wir nun Platz geschaffen“, so Sauerbier. Auch das Schloss Wiehe entwickle sich mit dem nächsten Bauabschnitt am Maurischen Zimmer weiter. Die Überreste vom Möbelwerk konnten abgerissen werden, obwohl es mit entsorgungspflichtigen Stoffen belastet war. Die Straßenbeleuchtung in den Ortsteilen ist nun auf LED umgestellt. Dies spare intelligent Geld. „Die sanierte Fassade am Jugendclub Nausitz, der barrierefreie Zugang zum Friedhof Kleinroda, die neue Heizung in der Kegelbahn Donndorf und das teilsanierte Feuerwehrgerätehaus in Schönewerda gehören auch dazu“, bilanziert Sauerbier.

Dass Roßleben-Wiehe zum Corona-Hotspot im Kreis wurde, sei „eine schlechte, beunruhigende Situation. Auch wenn die letzten Zahlen einen Hoffnungsschimmer geben, dass es sich stabilisiert“, sagt Sauerbier. Erklärbar sei der Hotspot kaum, weder über Pendlerzahlen noch über -richtungen oder Kontaktzahlen. „Auch glaube ich nicht, dass die Bürger unvernünftiger als anderswo sind. Wir müssen da besonnen durch“, betont er. Wichtig sei neben den Impfungen auch die überregionale Strategie danach. Einen Lockdown aller zwei Monate verkrafte kein Land.