Entwicklungskonzept soll Fördertöpfe für Dörfer öffnen

Roßleben-Wiehe.  Ortsteile von Roßleben-Wiehe und Gehofen wollen profitieren

Auch das Dörfchen Nausitz mit seinen rund 170 Einwohnern könnte von den Folgen des Gemeindlichen Entwicklungskonzeptes erheblich profitieren.

Auch das Dörfchen Nausitz mit seinen rund 170 Einwohnern könnte von den Folgen des Gemeindlichen Entwicklungskonzeptes erheblich profitieren.

Foto: Archiv-Foto: Wilhelm Slodczyk

„Wenn es gelingt, könnten richtig viele Fördermittel fließen", sagte Charlotte Schönemann. Beim Stadtrat von Roßleben-Wiehe vollzog die Regionalplanerin vom Erfurter IPU-Büro den öffentlichen Auftakt zur Erstellung eines sogenannten Gemeindlichen Entwicklungskonzeptes für die Dorfregion „Hohe Schrecke Nord“ – für die Ortsteile Garnbach, Hechendorf, Langenroda, Donndorf, Kloster Donndorf, Kleinroda, Nausitz sowie die Gemeinde Gehofen. Das Konzept bildet die Grundlage, um ins Thüringer Dorferneuerungs- und Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen zu werden.

Ziel sei es, erklärt Schönemann, Gemeinden beim sozialen und demografischen Wandel zu unterstützen, den Wohnstandort „Hohe Schrecke Nord“ attraktiver zu gestalten, Leerstand zu minimieren, Bedingungen für Tourismus und Freizeit zu verbessern. Wenn sich die Region im Wettbewerb um die Aufnahme in die Förderung behaupte, flössen erhebliche Mittel: Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen von Kommunen werden bis zu 65 Prozent gefördert, Erhalt und Sanierung anderer Gebäude bis zu 35. Kulturobjekte umbauen, Dorfplätze neu gestalten – all das würde damit erleichtert.

Vorarbeit für das Konzept ist schon geleistet. Im September lief eine Zukunftswerkstatt in Wiehe. Bei Ortsbegehungen zeigten die Einheimischen, wo ihre Stärken liegen, wo aber auch der Schuh drückt. „Ratsmitglieder, Unternehmer und Bürger arbeiten sehr gut mit“, lobt Schönemann.

Bis 15. März muss das Konzept beim Landesamt vorliegen. Im Herbst 2021 wird über die Förderung entschieden, 2022 könnten dann erste Mittel fließen. Ob Orte wie Bottendorf, Schönewerda oder Bretleben, die ebenfalls Interesse bekundet haben, noch dazustoßen können? Das sei laut Schönemann prinzipiell möglich. Aber der Bezug zur Hohen Schrecke müsse deutlich werden.