Fahrverbot ignoriert

Kyffhäuserkreis.  Gerichtsbericht. Autofahrer im Schmücke-Tunnel geblitzt. Zum Gerichtstermin kam er nicht.

Zum Gerichtstermin kam der Angeklagte nicht.

Zum Gerichtstermin kam der Angeklagte nicht.

Foto: Marco Kneise

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Man sollte niemals nie sagen, es kann schnell mal passieren, da wird man als Fahrzeugführer geblitzt, weil man schneller als eigentlich erlaubt unterwegs war. Es gibt aber Bereiche, da stehen fest installierte Blitzer. Beispielsweise im Autobahntunnel. Herr A. aus Hamburg, er ist über 50 Jahre alt, wurde im Schmücke-Tunnel der A 71 geblitzt. Es waren, so das Messgerät, zwölf Stundenkilometer zu fiel. Also 92 statt der maximal 80 Sachen. Von einem Raser kann nun nicht die Rede sein.

Im Rahmen der Ermittlungen ergab sich, wie Richter Gerald Fierenz vom Amtsgericht Sondershausen den Fall schilderte, dass zu der Zeit gegen Herrn A. ein Fahrverbot vorlag. Ein Strafbestand. Die Staatsanwaltschaft sprach gegen Herr A. einen Strafbefehl aus, er sollte 50 Tagessätze je 50 Euro, also insgesamt 2500 Euro zahlen, zudem wurde ein dreimonatiges Fahrverbot ausgesprochen.

Gegen den Strafbefehl legte der Angeklagte Einspruch ein. So gab es am Amtsgericht Sondershausen einen Hauptverhandlungstermin. Als Zeuge war ein Polizist von der Autobahnpolizeistation Süd in Zella-Mehlis, der den Fall bearbeitete, als Zeuge geladen. Er kam. Doch der Angeklagte nicht. Nach einer Viertelstunde Wartezeit brach der Richter die Sache ab, der Einspruch des Angeklagten wurde verworfen. Das Urteil wird dem Angeklagten zugestellt.

Die Akte des Herrn A. ist übrigens sehr dick. Es gibt 30 Einträge im Bundeszentralregister. Da ging es, wie der Richter sagte, beispielsweise um Insolvenzverschleppungen, Steuerhinterziehung, Betrug, Körperverletzung, Raub, Diebstahl. Der Mann hat auch Hafterfahrung.

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