Donndorf

Gewöhnung an weniger Befugnisse

Donndorf.  Donndorfs Ortschaftsbürgermeisterin sieht die Landgemeinde Roßleben-Wiehe trotz kleinerer Stolpersteine generell auf einem guten Weg.

Gudrun Holbe (CDU) ist seit 2019 Ortschaftsbürgermeisterin von Donndorf.

Gudrun Holbe (CDU) ist seit 2019 Ortschaftsbürgermeisterin von Donndorf.

Foto: Patrick Weisheit

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Seit rund einem Jahr hat sich Gudrun Holbe (CDU) nun in ihrer neuen Rolle eingefunden. Nachdem sie jahrelang Bürgermeisterin der selbstständigen Gemeinde Donndorf war, ist sie seit 2019 Ortschaftsbürgermeisterin des nun zur Gemeinde Roßleben-Wiehe gehörenden Ortes.

„Die Verantwortlichkeiten meiner Person und des Ortschaftsrates sind seit dem Beitritt Donndorfs zur Landgemeinde eingeschränkt wurden. Im Prinzip entscheidet der Ortschaftsrat nur noch über Dinge, die Donndorf unmittelbar betreffen, wie etwa Grundstücksverkäufe oder Straßenumbenennungen. Daher halte sie es für wichtig, dass mit ihr und Antje Ruppe (FDP) auch Donndorfer im Stadtrat der Landgemeinde vertreten sind.

Neuer Termin für Lindenfest wird diskutiert

Dafür, dass in der Zusammenarbeit mit der Verwaltung noch nicht alles reibungslos verläuft, zeigt Holbe Verständnis. „Die Mitarbeiter müssen ja auch erst einmal verstehen, wie wir Donndorfer ticken. Das braucht eben seine Zeit“, sagt sie. Eine Herausforderung sei es dabei auch die Unterlagen in diesem Jahr zusammenzuführen, die zum Teil noch in Wiehe und Donndorf lagern. Auch habe in 2019 die Überführung des Wasserwerkes Wiehe zum Kyffhäuser Abwasser- und Zweckwasserverband (KAT) viele Ressourcen in der Verwaltung gebunden, die jetzt hoffentlich wieder verfügbar sein sollten.

„Wir können zwar noch frei über unser jährliches Budget von fünf Euro pro Einwohner verfügen, aber ansonsten sind wir auf die Verwaltung in Roßleben angewiesen“, sagt Gudrun Holbe. Neben ihr gehören dem Donndorfer Ortschaftsrat noch Dieter Heyne, Antje Ruppe, Andre Morgenstern, Maik Rahaus, Edgar Littke und Reinhard Heller an. Die Ortschaftsratssitzungen finden im Versammlungsraum des Gemeindeamtes neben der Feuerwehr statt. Die Termine dafür werden im Ort ausgehangen. „Mit dem Geld aus unserem Budget unterstützen wir unsere Vereine und auch unsere Feste im Dorf. Die größte davon sind das Lindenfest, das Borntalfest und der Weihnachtsmarkt“, erzählt Holbe. Das Lindenfest findet bisher im Mai statt. „Da das Wetter in den vergangenen Jahren leider immer sehr unzuverlässig war, überlegen wir im Ortschaftsrat derzeit, einen neuen Termin zu finden. Entschieden ist hier aber noch nichts“, sagt die Ortschaftsbürgermeisterin.

Ein wichtiges Thema in diesem Jahr ist die Ausrüstung der Feuerwehren in allen Ortsteilen. „Es wird gern mal vergessen, dass die Bereitstellung einer Feuerwehr Pflichtaufgabe der Kommune ist, für die Ehrenamtliche ihre Zeit aufwenden. Da ist es das Mindeste, dass die Kameraden ordentliche Ausrüstung zur Verfügung haben“, betont sie. Deswegen habe Donndorf auch mit Hilfe der Neugliederungsprämie des Freistaates in die Feuerwehrtechnik investiert. Aber auch die Sanierung des Gemeindeamtes liege dem Ortschaftsrat weiterhin am Herzen. Es müsse die Elektroinstallation repariert werden, was ein teures Unterfangen werde. Außerdem würde die Feuerwehr im Obergeschoss des Gemeindeamts gern Schulungsräume einrichten.

Ein großes Ärgernis ist für Holbe auch das Falschparken im Ort. In dieser Angelegenheit hoffe sie auf noch schnellere Sanktionierung durch das Ordnungsamt.

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