Gute Gabe vor Ort

Im Advent bitten viele Organisationen um Spenden. Wie sollte man sich bloß entscheiden?

Eine Kolumne von Lokalredakteur Patrick Weisheit.

Eine Kolumne von Lokalredakteur Patrick Weisheit.

Foto: Wilhelm Slodczyk

Pünktlich zur Adventszeit überschlagen sich die Wohltätigkeitsorganisationen wieder mit Aufrufen für Spenden. Dabei wird gezielt auf besonders dramatische Bilder gesetzt. Allerdings soll laut einer aktuellen Erhebung die Spendenbereitschaft der Deutschen zurückgegangen sein.

Anscheinend geben Menschen über 70 Jahre besonders gern etwas ab, die Generation ihrer Kinder und Enkelkinder allerdings deutlich weniger. Das hat mannigfaltige Gründe.

Zum einen ist unsere Gesellschaft spürbar egoistischer geworden. Das merke selbst ich mit meinen gerade einmal etwas über dreißig Lenzen ja bereits.

Zum anderen sind sicherlich auch bei vielen die allgemeinen Lebenshaltungskosten gestiegen.

Ich zögere selbst bei Aufrufen großer Hilfsorganisationen. Das Ganze ist mir schlichtweg zu undurchsichtig. Ich kann mir nie sicher sein, ob selbst nach Abzug aller einsehbaren Verwaltungskosten die Spende wirklich beim Bedürftigen ankommt. Deshalb spende ich seit einiger Zeit lieber lokal.

Auch in unserer Region gibt genügend Projekte und Organisationen, die Hilfe benötigen. Hier kenne ich die Leute und kann einschätzen, ob diese die Spende wirklich für Wohltätigkeit verwenden. Zuweilen gibt es zwar keine Spendenquittung. Aber ich spende ja nicht mit dem Ziel, nur um es dann wieder von der Steuer absetzen zu können.

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