Impfstelle im Kyffhäuserkreis hat Arbeit aufgenommen - Bad Frankenhäuser bekommt erste Impfung

Bad Frankenhausen.  Die Impfstelle in der KMG-Klinik Bad Frankenhausen nimmt die Arbeit auf. 72 angemeldete Personen erhalten am ersten Tag ihre erste Schutzimpfung.

Anne Rössler, Krankenschwester in der Praxis von Sylvia Montag aus Roßleben, impft Robert Wohlgemuth aus Bad Frankenhausen. Er bekam die erste Impfung in der am 13. Januar eröffneten Impfstelle des Kyffhäuserkreises.

Anne Rössler, Krankenschwester in der Praxis von Sylvia Montag aus Roßleben, impft Robert Wohlgemuth aus Bad Frankenhausen. Er bekam die erste Impfung in der am 13. Januar eröffneten Impfstelle des Kyffhäuserkreises.

Foto: Christoph Vogel

„Mit diesem Team kann das nur gut werden“, sagt Anja Barth gut gelaunt und voller Optimismus. In einer Dreiviertelstunde soll in eigens dafür hergerichteten Räumlichkeiten der KMG Klinik in Bad Frankenhausen die Impfstelle des Kyffhäuserkreises ihre Arbeit aufnehmen. Die Impfstellenmanagerin von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Thüringen sieht sich darauf gut vorbereitet. „Ich bin seit dem 15. Dezember vergangenen Jahres hier, um die Impfstelle herzurichten“, erzählt sie. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog

Unterstützung erhielt sie dabei unter anderem von Ärzten, die sich zum Teil auch in der Impfstelle umgesehen und Tipps gegeben haben, wie man den Ablauf an einem Impf-Tag optimal gestalten kann. Da der bürokratische Aufwand sehr hoch ist, stand schon vor dem Impfstart fest, dass in Kürze eine weitere Mitarbeiterin der KV zur Unterstützung hinzukommen wird. Diese Notwendigkeit hatte sich im Verlauf des ersten Tages auch bestätigt, der ansonsten aber einen guten Start verzeichnen konnte.

Ziel sei es, in der Zeit von 14 bis 20 Uhr insgesamt 72 Personen eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus zu verabreichen.

Dies gilt auch für die folgenden Tage. Verläuft alles nach Plan, soll es einen Impf-Takt von fünf Minuten geben. Am Mittwoch war das Team der Praxis Doktor Sylvia Montag aus Roßleben für die Impfungen verantwortlich - mit Hilfe der Krankenschwestern Anne Rössler und Ines Aschenbrenner. Nach einer kurzen Einweisung durch die Impfstellenmanagerin nahm das Trio pünktlich um 14 Uhr seine Arbeit auf. Als erster Patient erhielt der 84-jährige Bad Frankenhäuser Robert Wohlgemuth eine Schutzimpfung. Überwiegend seien es am ersten Tag auch die über 80-Jährigen gewesen, die geimpft wurden.

Ärzte und Helfer aus ganz Thüringen haben Bereitschaft signalisiert

Ansonsten eine „gute Mischung“, denn auch Pflegepersonal und Rettungskräfte mit der Priorität 1 für das Impfen seien dabei gewesen.

Für den Januar hat Anja Barth insgesamt acht Impf-Teams - es besteht jeweils aus einem Arzt und zwei Krankenschwestern - zu Verfügung, die im täglichen Wechsel arbeiten. Sie stammen vorwiegend aus dem Kyffhäuserkreis. Es hätten aber auch Ärzte und Helfer aus ganz Thüringen ihre Bereitschaft signalisiert. „Die Einsatzbereitschaft ist sehr hoch“, so das Lob der Impfstellenmanagerin.

Vom Impfstoff werde in Bad Frankenhausen nicht allzu viel gelagert, damit dieser immer frisch zur Verfügung stehe. Es würde aber dank funktionierender Lieferketten immer genug vorhanden sein, informierte Anja Barth. Auch sei der Impfstoff gegen Vandalismus und Diebstahl gesichert.

Vor der Impfung wird Fieber gemessen

Prinzipiell ist es so, dass nur Personen geimpft werden können, die auch dafür angemeldet sind, sagt Anja Barth. „Ich kann hier keine Terminvergabe machen“, betont sie. Wenn die für eine Impfung bestellten Personen in die Impfstelle kommen, wird bei ihnen zunächst Fieber gemessen. Die Toleranzgrenze liege hier bei maximal 38 Grad Celsius. Anschließend werden bei der Anmeldung von der Impfstellenmanagerin die Daten abgeglichen, bevor der zu Impfende im Wartebereich Platz nimmt. Dieser wird dann vom Arzt zu einem kurzen Aufklärungsgespräch, das zum Beispiel eventuelle Nebenwirkungen zum Inhalt hat, in einen separaten Raum gebeten. Der Arzt entscheidet schließlich - das nochmalige Einverständnis des Patienten vorausgesetzt -,ob die Impfung gesetzt wird. Diese erfolgt dann in einem Impf-Raum. Bevor der Geimpfte die Klinik verlassen kann, müsse er in der Regel eine Viertelstunde in einem Ruhebereich Platz nehmen. Die jeweilige konkrete Dauer der Ruhezeit legt auch der Arzt fest, erklärt Anja Barth den Ablauf. Die Folgeimpfung finde dann frühestens nach 21 Tagen statt. Unterstützung an jedem Impf-Tag gibt es zusätzlich von einem Security-Mitarbeiter sowie einem Bundeswehrsoldat.

Geimpft wird in Bad Frankenhausen von Montag bis Freitag, jeweils in der Zeit von 14 bis 20 Uhr sowie samstags von 8 bis 14 Uhr. Veränderungen beziehungsweise eine Erweiterung dieser Zeiten würden rechtzeitig bekannt gegeben, so Anja Barth. Die Termine sind bis März vergeben. In den nächsten Wochen sei man in der Impfstelle komplett ausgebucht.

  • Anmeldung für die Schutzimpfung sind online möglich unter: www.impfen-thueringen.de oder telefonisch unter: 03643/4950490.