Missverständnisse ausgeräumt

Artern.  Der Projektleiter der Landesentwicklungsgesellschaft erläuterte dem Hauptausschuss detailliert das Entwässerungskonzept der Industriegroßfläche.

Stephan Groß, Projektleiter bei der LEG Thüringen, erläuterte dem Arterner Hauptausschuss das Entwässerungskonzept für die geplante Industriegroßfläche.

Stephan Groß, Projektleiter bei der LEG Thüringen, erläuterte dem Arterner Hauptausschuss das Entwässerungskonzept für die geplante Industriegroßfläche.

Foto: Patrick Weisheit

Nachdem einige Verwirrung rund um das Entwässerungskonzept für die geplante Industriegroßfläche entlang der Schönfelder Ortsumgehung herrschte, lud die Stadtverwaltung zur jüngsten Sitzung des Hauptausschusses des Stadtrates den Projektleiter Stephan Groß ein, der mittels einer Präsentation wesentliche Missverständnisse ausräumen konnte.

Bereits zur ersten Vorstellung der geplanten Änderungen des Bebauungsplanes der Industriegroßfläche im Mai dieses Jahres äußerte der damals noch dem Stadtrat angehörende Schönfelder Tobias Helm (pl) Vorbehalte gegen die Entwässerungspläne und forderte weitergehende Informationen zum Konzept der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG). Diese blieben auch beim neuerlichen Aufkommens dieses Themas vor wenigen Wochen aus, weshalb der Schönfelder Ortschaftsrat massive Vorbehalte gegen die geplante Oberflächenentwässerung der zukünftigen Industriegroßfläche in dem benachbarten Kyffhäuserbach äußerte. Die Schönfelder bezweifeln die Eignung des Kyffhäuserbaches als Abfluss für das Oberflächenwasser der Industriefläche, da dieser beim Hochwasser 2018 bereits überfordert gewesen sei. Zudem ist der Bach derzeit stark zugewachsen.

Auf diese Kritik ging nun Stephan Groß von der LEG ein. Der Projektleiter betonte, dass die LEG jederzeit für Anfragen bereitstünde und dass die notwendigen Änderungen des Bebauungsplanes aus der Erschließungsplanung des zuständigen Planungsbüros resultieren. Ja, es sei richtig, dass der Kyffhäuserbach für die Abführung von Oberflächenwasser vorgesehen ist, sagte Groß. Der Kyffhäuserbach sei ein FFH-Gebiet, also ein spezielles europäisches Schutzgebiet im Natur- und Landschaftsschutz. Da durch die Versiegelung von Flächen für die Industriefläche natürliche Zuflussmöglichkeiten zum Kyffhäuserbach gekappt werden, sehe des Entwässerungskonzept eine Zuführung zum Kyffhäuserbach vor, um diesen vor der Austrocknung zu bewahren. Der Bach werde also nicht mit weiterem Wasserzufluss überlastet, erklärte Groß.

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