Nordthüringer Abgeordnete: Mindestlohn bleibt Mangellohn

Kyffhäuserkreis.  Kersten Steinke kritisiert die marginale Erhöhung des Mindestlohnes.

Kersten Steinke vertritt Nordthüringen als Abgeordnete im Bundestag.

Kersten Steinke vertritt Nordthüringen als Abgeordnete im Bundestag.

Foto: Archivfoto: Dirk Bernkopf

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„Die beschlossene Erhöhung des Mindestlohns um sage und schreibe 1,10 Euro in den kommenden zwei Jahren ist ein schlechter Scherz“, kommentiert Kersten Steinke, linke Abgeordnete aus Nordthüringen, den Vorschlag der Mindestlohnkommission, die Lohnuntergrenze in vier Schritten bis Mitte 2022 auf 10,45 Euro anzuheben. Das sei wahrlich kein großer Wurf und viel zu niedrig angesetzt. „Bei diesem Anstieg würde die Lohnuntergrenze erst 2033 zwölf Euro erreichen. Die aktuelle Krise erfordert aber eine deutliche Erhöhung des Mindestlohns auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde. Mit Niedriglöhnen und Lohndumping – das zeigen nicht zuletzt die aktuellen Skandale in deutschen Schlachthöfen – muss endlich Schluss sein“, so Steinke. Systematische Niedriglohnbeschäftigung wie Leiharbeit müsse abgeschafft werden. Nur ein existenzsicherndes Normalarbeitsverhältnis könne auch vor Altersarmut schützen.

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