Arterner Bürgermeister Blümel ist zufrieden mit der Verwaltungsarbeit im Coronajahr 2020

Artern  Viele Satzungen wurden in Landgemeinde Artern im letzten Jahr überarbeitet.

Arterns Bürgermeister Torsten Blümel (Linke) findet, dass das Jahr 2020 trotz allem gut gemeistert wurde.

Arterns Bürgermeister Torsten Blümel (Linke) findet, dass das Jahr 2020 trotz allem gut gemeistert wurde.

Foto: Patrick Weisheit

Das Covid-19-Virus hat auch die Kommunalpolitik in Artern im vergangenen Jahr bestimmt. Dennoch konnten einige Projekte umgesetzt werden, wie der Bürgermeister im Gespräch mit dieser Zeitung sagt.

„Das Covid-19-Virus hat das ganze Jahr durcheinandergebracht. Wir haben nach der ersten Infektionswelle gedacht, dass die zweite auch nicht so schlimm wird. Im Frühjahr 2020 war der Kyffhäuserkreis ja kaum betroffen, und erst mit der zweiten Welle kam der Virus hier so richtig an“, sagt Bürgermeister Torsten Blümel (Linke).

Im Frühjahr 2020 sei die Stadtverwaltung gar nicht vorbereitet gewesen, was aber überall auf der Welt so gewesen sei. „Aber nachdem der Landkreis die Maskenausgabe organisiert hatte, ging es dann“, so Blümel. Die Betreuung der Kinder in Kitas und Schulen lief holprig, aber es habe irgendwie funktioniert. „Von Beginn an wichtig war und ist weiter, dass die Verwaltung auf der einen und die Bevölkerung auf der anderen Seite mitzieht, um diese Ausnahmezustand zu meistern. Mittlerweile haben wir uns notgedrungen an die Bestimmungen gewöhnt und wissen, was auf uns zukommt“, sagt er.

Neuer Investor für Produktionshalle

Deshalb sei er froh, dass trotz der erschwerten Bedingungen viele Vorhaben durchgebracht werden konnten. „Wir konnten einige Satzungen in der Landgemeinde anpassen. Leider haben wir da noch nicht alles geschafft, wie etwa die Friedhofsatzung. Auch war es erst einmal ein Schock, dass sich der Backwarenhersteller Aryzta aus Artern zurückgezogen hat. Glücklicherweise konnten wir für die Produktionshalle einen neuen Investor finden, der sich dort nun scheinbar auch noch vergrößern will", sagt er.

Auch die von Land und Bund versprochenen Hilfen für die Stadt seien pünktlich angekommen. „So konnten wir auch unseren Nachtragshaushalt stricken und noch vor Weihnachten im Stadtrat beschließen. Ich denke, dass wir mit den gezahlten Hilfen gut bedient sind. Unser Vorteil in 2021 wird sein, dass die Ausgleichszahlungen für verlorene Steuereinnahmen auf Grundlage des Steuer-Hochjahres 2019 berechnet werden“, sagt Blümel.