Ausstellung ermöglicht neue Blicke auf Mühlhausen

Mühlhausen  Neun Künstler ganz unterschiedlicher Genres zeigen ihre Werke zum Thema Mühlhausen in der Divi-Blasii-Kirche

Die ausstellenden und bei der Eröffnung mitwirkenden Künstler der Schau „Ansichtssachen – Mühlhausen im Blickwinkel von Kunst und Kultur“.

Die ausstellenden und bei der Eröffnung mitwirkenden Künstler der Schau „Ansichtssachen – Mühlhausen im Blickwinkel von Kunst und Kultur“.

Foto: Klaus Wuggazer

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Die Ausstellung „Ansichtssachen – Mühlhausen im Blickwinkel von Kunst und Kultur", geht weit über eine normale Exposition hinaus. Denn sie vereint nicht nur Malerei, sondern auch Kunsthandwerker und Buchautoren.

Die absolut sehenswerte Schau dürfte damit in der Stadtgeschichte einmalig sein. Am Freitag abend wurde sie in der Divi-Blasii-Kirche mit fast 150 Gästen eröffnet. Die Kunstlehrerin Sonja Suß hatte die Idee, nicht nur heimischen Malern die Gelegenheit zu geben, ihre Sicht auf die Stadt zu zeigen.

Dieses Genre bedient sie selbst wie auch Cornelia Schmidt,Mario Götting und Yvonne Neubeck-Aslan. Für den literarischen Blick stehen Yvonne Bauer und Michael Fiegle. Marc Ashfield ist fotografisch unterwegs, di Juweliere Ulrich und Monika Wittig-Gangkofer zeigen unter anderem einen Ring mit Stadt-Silhouette. Stefan Beerhold fertig sogar hölzern-filigrane Lichtbögen mit dem Antlitz der mittelalterlich geprägten Stadt.

Nicht nur die Kunstformen in de Ausstellung unterscheiden sich, sondern auch die Herangehensweise der Künstler. Cornelia Schmidt etwa zeigt überwiegend realistische Zeichnungen, Sonja Suß comicartige Wimmelbilder mit stadt-typischen Elementen, während Mario Götting Gemälde mit Anklängen an Kubismus und Expressionismus ausstellt.Yvonne Neubeck-Aslan spiegelt eine Ansicht des Schwanenteichs impressionistisch und die Popperöder Quelle kubistisch.

Marc Ashfield bearbeitet seine Fotos so, dass sie wie Gemälde wirken. Er eröffnet damit, wie alle vertretenen Künstler, ganz andere, neue Blicke auf die vertraute Heimat. Das ist vielleicht die wichtigste Leistung dieser Schau. Den selben Effekt erreichen Michael Fiegle, der Mühlhausen zum Krimi-Schauplatz macht und Yvonne Bauer, die die Stadt mit historischen Romanen in der Zeit zurückschickt.

Zur Eröffnung steuerten weitere heimische Künstler ein musikalisches Rahmenprogramm bei, als Besonderheit gab es auch eine szenische Lesung aus Fiegles Krimi „Wer spricht denn hier von Mord?“ Das Publikum war schlichtweg begeistert.

Zu sehen bis Ende Oktober, Di. bis Sa., 10 bis 17 Uhr , So. ,11 bis 17 Uhr

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