Auszeichnung für grünes Bad Langensalza

Bad Langensalza  Exklusiver Titel „Stadtgrün naturnah“ wird in Bonn verliehen. Label ist zugleich Anerkennung und Verpflichtung für nächste Jahre

Bei der Verleihung der Auszeichnung stehen hier (von links) Robert Spreter (Geschäftsführer Verein „Kommunen für biologische Vielfalt“), Bad Langensalzas Bürgermeister Matthias Reinz, Fachbereichsleiter Ingo Günther, Dagmar Kleemann (Gartenarchitektin), Gunther Wurschi (lokale Arbeitsgruppe) und Deliana Bungard (Deutscher Städte- und Gemeindebund).

Bei der Verleihung der Auszeichnung stehen hier (von links) Robert Spreter (Geschäftsführer Verein „Kommunen für biologische Vielfalt“), Bad Langensalzas Bürgermeister Matthias Reinz, Fachbereichsleiter Ingo Günther, Dagmar Kleemann (Gartenarchitektin), Gunther Wurschi (lokale Arbeitsgruppe) und Deliana Bungard (Deutscher Städte- und Gemeindebund).

Foto: Kommunen für biologische Vielfalt

Eine exklusive Auszeichnung erhielt die Stadt Bad Langensalza am Donnerstagabend in Bonn: Sie darf sich künftig mit der Marke „Stadtgrün naturnah“ in Bronze schmücken. Nur fünf Städte in ganz Deutschland errangen bisher dieses werbewirksame Label. Es zeichnet Bemühungen um mehr Naturvielfalt in Städten aus und verpflichtet sie zugleich, mehr dafür zu tun.

Bürgermeister Matthias Reinz (parteilos) nahm die Auszeichnung, die drei Jahre gilt, und an weitere Städte verliehen wurde, beim Fachkongress „Stadtgrün naturnah“ entgegen. Dabei tauschten sich rund 200 Teilnehmende aus Kommunen und Behörden über die Aktivitäten der ausgezeichneten Kommunen informierten und aus.

Vor gut einem Jahr hatte sich Bad Langensalza um den Titel beworben, der vom Verein „Kommunen für biologische Vielfalt“ vergeben wird, zu dem unter anderem die Deutsche Umwelthilfe gehört. Angesichts immer mehr verschwindender Tier- und Pflanzenarten in Städten soll mit dem Wettbewerb mehr ungezügelte, artgerechte Natur gefördert werden.

Aus ursprünglich 51 Bewerbern kamen 15 in die Endauswahl. Es folgte in Bad Langensalza eine ausführliche Analyse der Grünflächen und der bisherigen Aktivitäten für mehr Naturnähe. Dabei wurden auch Vereine und engagierte Personen aktiv einbezogen (unsere Zeitung berichtete).

Darauf aufbauend entstand ein Maßnahmenkatalog, der in den nächsten Jahren umgesetzt werden soll. Hervorgehoben wurden im Konzept unter anderem die privaten Baumspenden – bis zu 80 im Jahr –, dass die Stadt immer mehr den Pestizid- und Kunstdüngereinsatz verringert und dass sie insektengerechte Saatmischungen ausbringt. Auch Specht- und Fledermausbäume genießen besondere Aufmerksamkeit.

Der BUND-Naturgarten mitten in der Stadt ist ein weiteres Herzstück beim naturnahen Stadtgrün. Künftig sollen auch – nur ein Beispiel aus dem Katalog – Grünstreifen an Ortseinfahrten seltener gemäht werden.

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