Awo-Familiengarten in Bad Langensalza kommt in die Kur

Bad Langensalza.  Sozialraumteam für Bad Langensalza will Angebote für alle Generationen in der Stadt schaffen. Der Garten spielt dabei eine wichtige Rolle.

Jugendliche und Pädagoginnen des Awo-Kinder- und Jugendheims Altengottern legten Hand an im Familiengarten in Bad Langensalza. Im Bild vorne sind Pauline Breitbarth (links) und Annett Schlichting.

Jugendliche und Pädagoginnen des Awo-Kinder- und Jugendheims Altengottern legten Hand an im Familiengarten in Bad Langensalza. Im Bild vorne sind Pauline Breitbarth (links) und Annett Schlichting.

Foto: Friedemann Mertin

Der Familiengarten der Arbeiterwohlfahrt in der Clara-Zetkin-Straße schlummert seit einiger Zeit vor sich hin. Das Areal ist gepflegt, aber einige Spielgeräte müssen erneuert werden, die Aufteilung des Geländes wirkt nicht zeitgemäß. Dessen ist sich die Awo bewusst. Der Familiengarten soll wiederbelebt und zu einem Treffpunkt für Jung und Alt umgestaltet werden.

Den Anfang machten junge Männer und Frauen des Kinder- und Jugendheims Altengottern. Am Mittwoch verteilten sie Hackschnitzel als Fallschutz unter zwei Klettergerüsten. Für nächstes Jahr sind neuer Spielsand und frische Farbe für die Spielgeräte geplant.

Die Federführung für die Modernisierung des Gartens obliegt dem neu gegründeten Sozialraumteam Bad Langensalza. Dieses setzt sich aus Mitarbeitern der verschiedenen Awo-Einrichtungen zusammen. Pädagogen der Frühen Hilfen, der Schwangerschaftsberatungsstelle, der Kitas Phantasia und Rosa Luxemburg, des Jugendzentrums und des Familienzentrums sowie des Heims in Altengottern sind dabei.

Das Ziel des neuen Teams ist es, die Einrichtungen der Region besser zu vernetzen und dadurch für die Anwohner ein niedrigschwelliges Angebot zu schaffen. Annett Schlichting, die stellvertretende Leiterin des Heims in Altengottern, nennt Beispiele: „Haben wir ein junges Pärchen bei uns im Haus, könnten die Kolleginnen der anderen Einrichtungen sie beim Thema Konfliktlösung unterstützen. Oder in der Nachbarschaft gibt es eine Familie mit Schulden, die nicht weiter weiß. Dann können wir hier in Kontakt kommen und Auswege zeigen.“

Der Familiengarten soll ein Treffpunkt aller Generationen werden. Kitas und Grundschulen sollen ihn ebenso nutzen wie Großeltern mit ihren Enkeln. Neben Ausbesserungsarbeiten braucht es auch ein Nutzungskonzept für den Garten, an welchem das Sozialraumteam nun tüftelt. Das Konzept soll wiederum als Grundlage für Anträge auf Fördergeld dienen.