Brand zerstört Wohnung – Feuerwehr kann Meerschweinchen retten

Mühlhausen  Großeinsatz am Dienstagabend für die Feuerwehr in Mühlhausen. Bei dem Feuer werden keine Menschen verletzt. Selbst Meerschweinchen können gerettet werden.

In Mühlhausen ist am Dienstagabend ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus ausgebrochen.

In Mühlhausen ist am Dienstagabend ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus ausgebrochen.

Foto: Daniel Volkmann

Als die Einsätzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst kurz nach 17.30 Uhr eintrafen, schlugen die Flammen schon aus den Fenstern im Obergeschoss des dreistöckigen Hauses in der Sondershäuser Straße. Mehrere Anrufer hatten den Brand kurz zuvor bei der Leitstelle gemeldet.

Schnell war die Bundesstraße auf Höhe des Einkaufsmarktes komplett gesperrt. Die Löschwasserversorgung wurde über Hydranten gesichert. Weil anfangs unklar war, ob sich Personen in dem Mehrfamilienhaus, einer sanierten Fabrikanten-Villa aus dem Jahr 1893, befanden, sei ein Trupp unter Atemschutz ins Haus gegangen, erläutert Kreisbrandinspektor (KBI) Florian Krieg. Personen befanden sich nicht mehr in den Wohnungen. Aber einige Meerschweinchen. Die brachten die Retter in Sicherheit und ins Freie.

100.000 Euro Schaden bei Wohnungsbrand in Mühlhausen

Die Mieterin der Dachgeschosswohnung, Carmen Bemlotte, schilderte, sie sei gerade vom Einkaufen gekommen und habe auf dem Nachhauseweg bereits den Qualm aus Richtung ihrer Wohnung aufsteigen sehen. „Als ich um die Ecke bog, habe ich gesehen, dass das Dach schon in Flammen stand.“ Gemeinsam mit ihren beiden Söhnen, 16 und 18 Jahre alt, wohnte sie in der Dachgeschosswohnung des Hauses. Sie blieben unverletzt. Dass die fünf Meerschweinchen von der Feuerwehr gerettet werden konnten, sei jetzt der einzige Trost.

Viele Erinnerungen, Fotoalben und auch Dokumente seien wahrscheinlich Opfer der Flammen geworden. „Wenn das Feuer unsere Einrichtung nicht zerstört hat, dann wohl das Löschwasser“, sagt die 40-Jährige. Für die Familie sollte am Abend ein Notquartier gesucht werden. Die Wohnung jedenfalls sei laut KBI nicht mehr bewohnbar.

Ob die darunter liegende Wohnung noch genutzt werden kann, konnte am frühen Abend nicht gesagt werden. Dort wohnt der Eigentümer des Hauses mit seiner Familie. Im Erdgeschoss befand sich eine Anwaltskanzlei. Die Räume stehen leer.

Gegen 18.45 Uhr hatten die Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle. Trotzdem mussten noch Glutnester gelöscht werden. Der Einsatz dauerte bis in die Nacht. Am Mittwoch sollen nun die Brandermittler der Kriminalpolizei die Ursache für das Feuer in der Sondershäuser Straße finden.

Schwerlasttransporter verliert Kran-Teil

Mit zwölf Fahrzeugen, darunter der Drehleiter, waren die Feuerwehren aus Mühlhausen und den Ortsteilen Görmar, Felchta und Saalfeld im Einsatz. 43 Feuerwehrleute halfen bei den Löscharbeiten. Weil einige Kräfte zur Alarmierung noch mit der Bergung eines umgekippten Kranelements beschäftigt waren, gestaltete sich der erste Löschangriff schwierig.

„Im ersten Moment hatten wir zu wenig Leute“, schildert der KBI die Lage, „es war einiges los heute“. Ein Schwerlasttransporter hatte am Nachmittag beim Linksabbiegen von der OB-Neumann-Straße in die Wendewehrstraße seine Ladung verloren. Das Bauteil eines Mobilkranes rutschte vom Auflieger.

Die Stahlkonsole kippte und schleuderte über den Gehweg. Verletzt wurde niemand, ein Zaun sowie ein in der Nähe abgestelltes Fahrzeug wurden stark beschädigt. Die Fahrbahn in Richtung Bad Langensalza war voll gesperrt.

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