Corona-Infektionen in rund einem Dutzend Heimen im Unstrut-Hainich-Kreis

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Aktuell ist im Unstrut-Hainich-Kreis in gut zehn Pflegeheimen das Coronavirus nachgewiesen worden.  

Aktuell ist im Unstrut-Hainich-Kreis in gut zehn Pflegeheimen das Coronavirus nachgewiesen worden.  

Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Unstrut-Hainich-Kreis  Die Corona-Toten aus dem Landkreis sind bisher zwischen 59 und 97 Jahre alt.

In 22 Senioreneinrichtungen im Landkreis wurde im vergangenen Dreivierteljahr eine Covid-Infektion nachgewiesen. Derzeit sei das Virus in etwa der Hälfte dieser Einrichtungen aktiv.

Dabei ist laut Gesundheitsamt der Kreisverwaltung die Größe der Einrichtung kein Kriterium dafür, wie stark das Virus grassiert. Ausschlaggebend sei vielmehr, wie offen die Einrichtung arbeitet oder ob die Bewohner stark voneinander getrennt leben.

Den größten Ausbruch hatte es im Januar in einer großen Einrichtung in Mühlhausen gegeben. 200 Menschen – Bewohner und Mitarbeitende – wurden am Mittwoch vergangener Woche getestet – 65 Bewohner und 30 Mitarbeiter und damit etwa die Hälfte positiv.

Das Ergebnis sei, statistisch gesehen, ein Ausreißer, nicht repräsentativ. Die Zahlen in den anderen Einrichtungen bewegen sich zwischen 1 und Mitte 20. Anders als im Dezember sei das Ausbruchsgeschehen „ruhiger – sowohl in der Breite als auch in der Zahl der Fälle“, sagt Landrat Harald Zanker (SPD).

Die Vielzahl der Ausbrüche in den Pflegeheimen im Dezember schlage sich in den aktuellen Todeszahlen nieder. 102 Menschen sind bisher an oder mit Corona gestorben. Laut Kreisverwaltung waren sie zwischen 59 und 97 Jahre alt. 43 der Verstorbenen hatten zuvor in Pflegeheimen gelebt.

Statistisch gesehen, stelle die verstorbene 59-jährige Person altersmäßig keinen Ausreißer dar, die Person habe – wie die meisten anderen Verstorben auch – unter Vorerkrankungen gelitten.

Die Zahl der Ausbrüche in Pflegeheimen solle ausschlaggebend dafür sein, wie die Corona-Regeln in der Region aussehen. Zumindest in jenen Bereichen, die der Landkreis selbst beeinflussen kann, denn den großen Rahmen geben Bund und Land vor.

Aktuell infiziert sind derzeit 709 Menschen aus dem Landkreis, darunter 189 Mitarbeiter und Bewohner aus den Pflegeheimen; ein Wert, der über die letzten Tage nahezu konstant bleibt.

68 Menschen - davon zwei mit schwerem Verlauf - müssen in Krankenhäusern im Landkreis und außerhalb behandelt werden.