Dienstreise zum Friedhof

Friedemann Mertin über Kurioses aus dem städtischen Etat.

Friedemann Mertin

Friedemann Mertin

Foto: Alexander Volkmann

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Der Haushaltsplan einer Gemeinde ist ein Füllhorn an Informationen, eine trockene Angelegenheit und ein Kuriositätenkabinett gleichermaßen – je nach Perspektive des Lesers. Im Prinzip ist im Etat jede Ausgabe und jede Einnahme aufgeführt. Was verdient der Bürgermeister? Wie viel bringen die Knöllchen ein? Was kostet die neue Parkbank? Doch nicht jeder Posten erschließt sich dem Laien direkt. Das zeigt sich bei den Ausschusssitzungen in Bad Langensalza, wo der Etat 2020 durchgegangen wird. Selbst langjährige Stadträte müssen nachfragen, was es mit Kostenstelle X oder Y konkret auf sich hat.

Dafür bin ich dankbar, denn dann muss ich mich nicht selbst blamieren. Obwohl, manche Fragen wurden nicht gestellt. Wieso sind für die Bushaltestellen 100 Euro für TV- und Rundfunkgebühren eingeplant? Was hat es mit der Dienstreise für 10 Euro und einen Cent für den städtischen Friedhof auf sich? Und wieso sind für die Ortsteilverwaltungen Waldstedt, Grumbach und Henningsleben jährlich je 50 Euro für Sanitätsmaterial veranschlagt, für Aschara, Großwelsbach und Wiegleben seit Jahren aber nicht? Und nur im Ordnungsamt sind 2019 und 2020 je 500 Euro für die Schädlingsbekämpfung vorgesehen. Dafür gibt’s `ne Menge Mausefallen.

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