Diese zwei Schläge versetzen Mühlhausen ins Kirmesfieber

Mühlhausen  1500 Aktive erwarten 100.000 Besucher. Oberbürgermeister eröffnet Rummelplatz am Blobach. Kirmeslieder und Markt stimmen ein.

Oberbürgermeister Johannes Bruns eröffnete mit zwei Schlägen ins Bierfass den Festplatz Blobach. 40 Fahrgeschäfte und Stände warten dort bis Sonntag in einer Woche auf Gäste.

Oberbürgermeister Johannes Bruns eröffnete mit zwei Schlägen ins Bierfass den Festplatz Blobach. 40 Fahrgeschäfte und Stände warten dort bis Sonntag in einer Woche auf Gäste.

Foto: Alexander Volkmann

Mit zwei Schlägen versenkte Mühlhausens Oberbürgermeister Johannes Bruns (SPD) am Freitagabend den Zapfhahn im Freibierfass und eröffnete damit den Rummel auf dem Blobach mit seinen 40 Fahrgeschäften und Ständen. Der Startschuss zur 142. Mühlhäuser Kirmes war gefallen.

Eine Stadt befindet sich im Kirmesfieber. Bis zu 100.000 Besucher werden in den kommenden neun Tagen erwartet, darunter viele Touristen. Mühlhäuser Hotels und Pensionen seien ausgebucht, teilt die Stadtverwaltung mit. 28 Kirmesgemeinden heißen ihre Gäste willkommen. 1500 Aktive haben bei den Vorbereitungen wochenlang mit Hand angelegt. Und auch das Wetter scheint wieder mitzuspielen. Temperaturen von bis zu 31 Grad und Sonnenschein sind angekündigt.

Die offizielle Kirmeseröffnung gibt es erst mit der Musikschau der Spielleute am Samstag, 24. August, um 15 Uhr auf dem Untermarkt. Höhepunkt ist der Umzug am Sonntag, 25. August, um 11 Uhr. Mit dabei sind auch die Partnerstädten Münster und Eschwege. Bereits am Freitagvormittag wurde das Fest mit traditionellen Kirmesliedern im Garten des Puschkinhauses eingeläutet. Fast 200 Kinder aus zehn Kindergärten tanzten dazu unter dem Kirmesbaum. „Widewitt Johannistal“ und „500.000 Mann“ animierten nicht nur die Kinder zum Mitmachen. Kirmesoberbürgermeister Steffen Gretsch und OB Bruns reihten sich ein. Auf dem Untermarkt hatten sich zur gleichen Zeit Gisela Schlick und ihre Schwester Karin Ihle bei Kaffee und Kirmes-Zwetschen-Kuchen gemütlich gemacht. Um sie herum herrschte reges Treiben auf dem Kirmesmarkt, wo allerhand Leckeres und Handgemachtes angeboten wurde. Als die „Fidelen Musiker“ um den Seebacher Roland Bäumlein „Ein Bauer fuhr ins Holz“ anstimmten, sangen die Seniorinnen aus voller Kehle mit. Gisela Schlick ist Anfang 80 und sagt: „Ich bin zur Kirmes jeden Tag auf Achse.“ So kommen Jung und Alt bei dieser modernen Interpretation eines Heimatfestes zusammen.

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