Gesänge auf Schwedisch

Bad Langensalza  Städtischer Chor Bad Langensalza hat eine lange Tradition und sucht stets Nachwuchs.

Der städtische Chor Bad Langensalza probt für sein Herbstkonzert.

Der städtische Chor Bad Langensalza probt für sein Herbstkonzert.

Foto: Klaus Wuggazer

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Auf sein Herbstkonzert bereitet sich der Städtische Chor Bad Langensalza zur Zeit vor. Am Sonntag, 20. Oktober, steht es in der Gottesackerkirche bevor. Dabei wird es nicht nur musikalische Neuigkeiten geben. Auch optisch will sich das Ensemble aufgefrischt präsentieren.

Unter dem Motto „Bunt sind schon die Wälder“ – das gleichnamige Lied eröffnet das Konzert – gibt es dann jahreszeitlich passende Stücke zu hören. Sie sollen auch die Stimmungen widerspiegeln, die zum Herbst gehören, von heiter bis melancholisch. Der größte Teil der Stücke sind Volkslieder. Darunter sehr bekannte wie „Es geht eine dunkle Wolk herein“ und „Innsbruck, ich muss dich lassen“.

Gesungen werden auch Stücke aus dem Ausland wie das schwedische „Vem kann segla“ oder „Die letzte Rose“, das ursprünglich ein irisches Volkslied ist. Im Programm gibt es auch einen Block, der nur von den Frauen des ansonsten gemischten Chors gestaltet wird.

Meist Volkslieder, zuweilen Schlager

Das Programm entspricht dem Repertoire des Chors, der etwa zur Hälfte Volkslieder singt, dazu geistliche Lieder, Madrigale, Motetten, Gospel und gelegentlich auch moderne Stücke und Schlager. „Wir haben auch schon japanisch gesungen“, sagt die Vorsitzende Juliane Balmer. Die Auswahl trifft in der Regel Thomas Riede, der den Chor seit 2016 leitet. Er ist ehrgeizig und will mit dem Laien-Ensemble möglichst gute Qualität präsentieren. Das sei manchmal anstrengend, sporne aber auch immer wieder an und mache Spaß, sagt eine der Frauen aus dem Sopran.

Die Frauen sind in dem Chor mit seinen bis zu 30 Aktiven in der Überzahl – wie fast überall zieren sich die Männer bim Chorgesang. Der Altersschnitt liege bei Ende 50, schätzt die Vorsitzende. Neue Sängerinnen und Sänger aus der Region sind deshalb stets willkommen. Man könne einfach in die Proben montags um 19.30 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum hereinschneien, sagen Balmer und Riede: Angst müsse niemand haben, ein Platz in der lockeren Gemeinschaft finde sich schnell.

Ursprünge liegen in der „Liedertafel“

Der Städtische Chor hat eine lange Tradition: Gegründet wurde er schon 1836, zunächst als Männerchor „Liedertafel“.

Feste Konzerte „gibt es zu allen vier Jahreszeiten“, sagt Juliane Balmer. Zudem gestaltet der Chor Kurkonzerte in der Rehaklinik. Eine Blüte erlebte man unter Tilo Krause, der den Chor 1996 bis 2016 leitete und mit ihm sogar international unterwegs war. Heute kämpft das Ensemble wie fast alle Chöre mit der Nachwuchsgewinnung. 2016 musste nach 13 Jahren der Kinderchor seine Arbeit einstellen werden – seine Wiederbelebung ist ein großer Traum.

Nun steht aber erst einmal das Herbstkonzert an, für das viel geprobt wurde und auf das sich das Ensemble freut. „Es wäre schön, wenn die Kirche richtig voll werden würde“, sagt Julian Balmer.

20. Oktober, 15 Uhr, Gottesackerkirche Bad Langensalza. Eintritt: Fünf Euro

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