Glückskekse und Fünf-Punkte-Plan von den Liberalen

Mühlhausen  Wahl 2019 / Direktkandidaten direkt: Gerald Werner Schmidt und Alexander Kappe beim Straßenwahlkampf auf dem Mühlhäuser Steinweg.

Gerald Werner Schmidt (links, Wahlkreis 8) und Alexander Kappe (Wahlkreis 9) warben am Samstagvormittag auf dem Mühlhäuser Steinweg.

Gerald Werner Schmidt (links, Wahlkreis 8) und Alexander Kappe (Wahlkreis 9) warben am Samstagvormittag auf dem Mühlhäuser Steinweg.

Foto: Alexander Volkmann

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Straßenwahlkampf auf dem Mühlhäuser Steinweg. Am Samstagvormittag geben sich die Direktkandidaten der Parteien für die Landtagswahl hier ein Stelldichein. Am oberen Steinweg stehen Linke und SPD, auf halber Höhe der Einkaufsstraße hat die Stadt CDU, FDP und AfD ihre Plätze zugewiesen – wenige Meter voneinander entfernt.

Die FDP-Kandidaten Gerald Werner Schmidt (Wahlkreis 8) und Alexander Kappe (Wahlkreis 9) verteilen Werbematerial und das Kurzprogramm der Liberalen. Hinter dem Fünf-Punkte-Plan für Thüringen, der beim Landesparteitag am 12. Oktober in Erfurt beschlossen wurde, stehen beide. Die Schlagworte seien überspitzt formuliert, träfen aber genau den Kern, erklärt Schmidt. Es solle ein Tablet für jeden Schüler geben, ein Gründerstipendium für mutige Thüringer mit klugen Ideen, Windkraftanlagen im Thüringer Wald sollen verboten werden. Die Polizei solle besser ausgestattet werden und 600 Polizisten mehr auf die Straße gebracht werden. Der Bürokratieabbau solle voran getrieben werden.

Ganz so weit weg sind die Positionen dabei nicht von denen der CDU. Schmidt meint, die Union habe sich Schritt für Schritt an die Positionen der Liberalen angenähert. Außerdem könne sich die CDU nicht dem verschließen, was der Vernunft entspreche, meint Schmidt.

In den Wochen vor der Wahl steht er samstags gemeinsam mit Kappe in Mühlhausen, denn zu dessen Wahlkreis 9, im Kern die Region um Bad Langensalza, gehören auch die neuen Mühlhäuser Ortsteile. Mittwochs werben die beiden Männer auf dem Bad Langensalzaer Markt um die Wählergunst. Kappe sagt, Straßenwahlkampf sei offener, wenngleich Podien oder Wahlprüfsteine Inhalte besser transportieren. Den Mitbewerbern wolle man dieses Feld aber nicht alleine überlassen. Und so gibt es auch von der FDP Gummibärchen und Brausepulver mit dem Bild von Kappe und Schmidt. Und es gibt Glückskekse. Nach letzten Umfragen bräuchte auch die FDP ein Quäntchen Glück, um in den Landtag einzuziehen.

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