Hainich: Eiskalte Schönheiten der Natur im Nationalparkzentrum

Thiemsburg  Eine Sonderausstellung an der Thiemsburg zeigt Fotografien der Erfurterin Antje Kreienbrink und des Hessen Karl-Heinz Schlierbach.

Antje Kreienbrink und Karl-Heinz Schlierbach stellen an der Thiemsburg aus.

Antje Kreienbrink und Karl-Heinz Schlierbach stellen an der Thiemsburg aus.

Foto: Claudia Bachmann

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Raunächten ist die neue Ausstellung im Nationalparkzentrum an der Thiemsburg gewidmet. Antje Kreienbrink aus Erfurt und Karl-Heinz Schlierbach aus Gladenbach bei Marburg, der Partnerstadt von Bad Tabarz, zeigen seit Donnerstag Bilder nicht nur der Raunächte – der Zeit zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag –, sondern von Eistagen.

Die Fotos lassen spüren, wie die stürmischen Mächte des Winters wüten. Auch mal im Frühling. Zum Beispiel bei Kreienbrinks Wanderung zum Inselsberg, bei der nasser Schnee und Wind die Blüten der Bäume überraschen.

Die Bilder der beiden Naturfotografen nehmen die Besucher mit in eine einzigartige, eiskalte Welt, zeigen Baum-Kobolde und Eis-Gnome, Rauheit, Kälte und Fragilität.

Die Bedingungen, unter denen die Fotografen unterwegs waren, stellen im doppelten Sinne eine Herausforderung dar. „Wir gehen dann raus, wenn andere den Kamin anheizen“, sagt die Erfurterin. Warme Stiefel, eine kuschelige Daunenjacke und dicke Handschuhe seien für sie ein Muss. Zögern könne man nicht. „Die Strukturen, Farben und Formen des Winters unterliegen einem schnellen Werden und Vergehen.“ Es entstehen Momentaufnahmen, wie vom Eis überraschte Frühblüher, die auch die Grenzen zwischen den Jahreszeiten aufheben.

Die Fotos zeigen Impressionen aus Hessen und Thüringen, auch aus dem Harz. Schlierbach meint: „Ein Bild muss mehr aussagen als die Dokumentation des Augenblicks.“ Innerhalb von zwei Jahren sind 46 Aufnahmen entstanden. Schlierbach hat Kreienbrink bei der Internetrecherche gefunden. „Ich habe ihre Bilder gesehen und gewusst: Mit ihr kann ich das Projekt umsetzen.“ Vorher habe man sich nicht gekannt.

Die Ausstellung ist bis zum 27. Juni zu sehen, täglich von 10 bis 19 Uhr.

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