Sanierung des Reichsstädtischen Archivs am Rathaus in Mühlhausen geht weiter

Mühlhausen  Im Januar wird am Mühlhäuser Archiv gebohrt.

Sanierungsarbeiten am Rathaus in Mühlhausen: Onyk Franz (unten) und Steffen Rahm hatten im Juli des vergangenen Jahres die Ziegeln abgenommen. (Archivfoto)

Sanierungsarbeiten am Rathaus in Mühlhausen: Onyk Franz (unten) und Steffen Rahm hatten im Juli des vergangenen Jahres die Ziegeln abgenommen. (Archivfoto)

Foto: Alexander Volkmann

Die Arbeiten im ersten Bauabschnitt, am Dachgeschoss des Reichsstädtischen Archivs in Mühlhausen, sind weitestgehend abgeschlossen. Wie es aus der Stadtverwaltung heißt, laufen gerade einige Nebenarbeiten bevor in der letzten Januarwoche die aufwendigen Bohrungen durch das Mauerwerk beginnen. Der genaue Termin sei abhängig vom Wetter.

Insgesamt sieben Bohrlöcher werden dann mit Hilfe einer Bohrlafette, einer Art Führungsschiene, durch die historischen Wände getrieben. Zwölf Meter lange und drei Zentimeter starke Anker aus Edelstahl werden darin eingefädelt. Sie sollen künftig das weitere Auseinanderdriften der Mauern verhindern. Denn das ist der eigentliche Grund für die Sanierungsarbeiten. Stellenweise faustgroße Risse haben sich über viele Jahrzehnte im Gewölbe der historischen Archivräume gebildet, weil der Druck auf das Mauerwerk zu groß ist.

Ende März 2020 starteten die ersten Sicherungsmaßnahmen. Seitdem schützt eine massive Balkenkonstruktion die Gewölbe vor den Erschütterungen während der Bauarbeiten. Die Mitarbeiter der betroffenen Räume in der Stadtverwaltung haben zeitweise andere Büros bezogen. Rund 200 Quadratmeter Dachfläche wurde bis Herbst abgedeckt und – nachdem der Dachstuhl verstärkt wurde – wieder eingedeckt.