Marktstraße 30 in Bad Langensalza nach Wasserleck einsturzgefährdet

| Lesedauer: 2 Minuten

Bad Langensalza  Massiver Schaden ist durch einen Wasserrohrbruch in der Altstadt. Die Feuerwehr hilft der Händlerin, ihre Ware zu retten.

Nach einem Wasserrohrbruch in der Bad Langensalzaer Innenstadt ist das Wohn und Geschäftshaus nun einsturzgefährdet.

Nach einem Wasserrohrbruch in der Bad Langensalzaer Innenstadt ist das Wohn und Geschäftshaus nun einsturzgefährdet.

Foto: Daniel Volkmann / TA

Hoher Sachschaden ist das Resultat eines Rohrbruchs in der Marktstraße 30. Am Donnerstagmittag wurde die Feuerwehr alarmiert, weil durch das Wasser das Gebäude teilweise eingestürzt war. Verletzt wurde niemand.

Im Erdgeschoss des Hauses befindet sich ein Geschäft für Schuhe und Lederwaren. In den oberen Etagen sind leerstehende Wohnungen und ein Büro des Stadtratsvorsitzenden Volker Pöhler (CDU).

Das Gebäude ist Eigentum der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Bad Langensalza (WBL). Laut WBL-Geschäftsführer Dirk Lindner ist nach bisherigen Erkenntnissen ein Heizungsrohr gebrochen, das offenbar Verbindung zum Trinkwassernetz hat. Da der Laden derzeit Pandemie- und Umzugsbedingt geschlossen ist und sonst niemand dauerhaft im Haus war, konnte das Wasser einen Tag und eine Nacht ungehindert fließen.

Laut Stadtbrandmeister Steven Dierbach ist das Rohr in der obersten Etage gebrochen und das Wasser daraufhin durch alle Etagen gelaufen. Die Decke zwischen der ersten Etage und dem Erdgeschoss sei teilweise eingestürzt. Es handele sich um eine historische Lehmdecke, die durch das Wasser offenbar aufgeweicht worden sei.

Bei dem Einsatz setzte die Feuerwehr auf Arbeitsteilung. Eine Mannschaft beförderte das Wasser mit Pumpen aus den oberen Stockwerken. Die übrigen Einsatzkräfte sprangen der Ladeninhaberin bei, die versuchte, ihre Ware vor der Feuchtigkeit und dem Schlamm zu retten. Auch Polizisten und Mitarbeiter des Ordnungsamtes halfen, Schuhkartons in das neue Domizil zu tragen.

Im Haus bot sich am Donnerstag ein Bild der Verwüstung: Aufgeweichte Wände, überschwemmte Böden, von den Decken tropfte es. Das Haus darf nun zunächst nicht mehr betreten werden, weil weitere Einstürze nicht ausgeschlossen werden können. Dirk Lindner zufolge gab es im Haus am 12. Februar die letzte Begehung. Auch Volker Pöhler bestätigte, dass am 16. Februar noch alles in Ordnung war.