Mit goldenen Autogrammen signiert

Mühlhausen  Das Kammerstreichorchester Mühlhausen feiert 25-jähriges Bestehen. Sein Leiter Wolfgang Faber erhält von dankbaren Schülern ein einmaliges Instrument.

Ehemalige und heutige Mitglieder des Kammerstreichorchesters der Musikschule stellen sich zum Gruppenfoto.

Ehemalige und heutige Mitglieder des Kammerstreichorchesters der Musikschule stellen sich zum Gruppenfoto.

Foto: Michael Fiegle

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„Es ist ein nettes Miteinander“, sagt Julia von Bargen. Die 39-Jährige fing vor 23 Jahren an der Mühlhäuser Kreismusikschule mit Geige an. „Bis zum Abitur habe ich auch im Kammerstreichorchester mitgespielt“, erinnert sie sich. Am vorigen Wochenende war sie für das Jubiläumskonzert wieder nach Mühlhausen gereist. Heute spielt sie in ihrer Freizeit im Hamburger Kammerorchester „Con Brion“. Das Mühlhäuser Konzert wird für sie in besonderer Erinnerung bleiben. Sie feierte just an jenem Wochenende ihren Geburtstag.

Wie Julia von Bargen kamen 27 weitere ehemalige Mitglieder des Streichorchesters für das Jubiläumskonzert zum 25-jährigen Bestehen des Orchesters nach Mühlhausen: aus Berlin, Hannover, Weimar, Ilmenau, Stralsund, Manderscheid, Bayreuth, Leipzig und Nordhausen. Für viele von ihnen ist Musik zum Beruf geworden.

Aktuelle Besetzung verdoppelt

Beim Konzert verdoppelten sie die aktuelle Besetzung des Orchesters zu einem großen Streichorchester mit 56 Musikern. Etwa 550 Besucher zählte das Konzert am Sonntagnachmittag in der katholischen Sankt Josef-Kirche.

Kreiskantor Oliver Stechbart unterstützte die Streicher beim Eingangskonzert für Orgel von Georg Friedrich Händel. Mit „Air“ huldigten die Streicher unter Leitung von Wolfgang Faber dem Namensgeber der Kreismusikschule „Johann Sebastian Bach“. Filmmusiken aus „Harry Potter und der Feuerkelch“ und aus „Pirates of the Caribbean“ gab es sogar im Doppelpack.

Eine Überraschung hatte es gegeben, als 20 Schüler Aufstellung nahmen und die Bauernkantate von Bach spielten. „Dieses Stück musste jeder, der bei mir Unterricht hatte, einmal gelernt haben“, erklärte Geigenlehrer Wolfgang Faber. Der Leiter des Kammerstreichorchesters unterrichtet dort Streichinstrumente seit 35 Jahren. Schulleiter Christian Rangnick dankte mit einem Rosenstrauch.

Fabers Schüler revanchierten sich bei ihrem langjährigen Lehrer mit einer Geige, die mit Unterschriften vieler Schüler in Gold signiert war.

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