Mühlhausen: Höcke redet gegen Trillerpfeifen

Mühlhausen  Wahl 2019 Thüringer AfD-Spitzenkandidat trifft auf dem Mühlhäuser Untermarkt auf gut 150 Anhänger, aber auch auf Protest

Gut 150 Menschen hörten die Rede von AfD-Spitzenkandidat Björn Höcke auf dem Mühlhäuser Untermarkt.

Gut 150 Menschen hörten die Rede von AfD-Spitzenkandidat Björn Höcke auf dem Mühlhäuser Untermarkt.

Foto: Daniel Volkmann

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Gut 150 Zuhörer verfolgten Mittwoch den Auftritt des AfD-Spitzenkandidaten Björn Höcke auf dem Mühlhäuser Untermarkt. Die Partei hatte dort den ganzen Nachmittag zu Bier, Bratwurst, Musik, Gesprächen und Reden eingeladen. Höcke sprach zum Abschluss der Veranstaltung, die von Protesten begleitet wurde.

Etwa 70 Menschen versammelten sich in Rufweite zur AfD-Veranstaltung unter dem Motto „Refugees welcome, Höcke not welcome“ und „Mühlhausen ist weltoffen“. Mit Trillerpfeifen und „Höcke raus!“-Rufen begleiteten sie die Rede des Thüringer AfD-Chefs, der sie im Gegenzug „Opfer der Bildungskatastrophe“ nannte. In der Divi Blasii-Kirche gab es parallel dazu eine Andacht unter dem Titel „Versöhnen statt spalten“, so dass zu Höckes Rede mehrfach die Glocken anhaltend läuteten.

Der nannte unter anderem die wesentlichen Punkte des AfD-Programms zur Landtagswahl: Die Entwicklung einer „Verabschiedungskultur für illegale Einwanderer“ und Einschränkungen für hier lebende Flüchtlinge; eine Familienoffensive, damit wieder mehr Kinder geboren werden; eine „patriotische Wirtschaftspolitik“ mit Bürokratieabbau und Förderung von Handwerk und Mittelstand; „solidarischen Patriotismus“ durch Bekämpfung von Altersarmut statt Sozialleistungen für Zuwanderer; ein „Ende der Ideologisierung von Schulen“; und mehr direkte Demokratie. Höcke kritisierte die Medien, die er der verzerrten Darstellung seiner Partei beschuldigte.

Es gebe keine Meinungsfreiheit in Deutschland, dafür „dämliche politische Korrektheit“ Andererseits beklagte er „die Verrohung der Gesellschaft“, die sich insbesondere in Straftaten von Ausländern zeige und „den Verfall von Normen und Sitten“, an dem auch die 68er-Bewegung schuld sei.

Unter den von Höcke so genannten „Kartellparteien“ griff er insbesondere die CDU an, die ihre ursprünglichen Werte preisgegeben hätte. Ministerpräsident Bodo Ramelow schmähte er als „Hardcore-Deutschlandabschaffer“.

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