Mühlhausen: Kreisseniorenfest soll Menschen zusammen bringen

Mühlhausen  Drei Tage ist das Audimax in den Beruflichen Schulen in Mühlhausen ein Ballsaal, um den Älteren Dankeschön zu sagen.

Der 76-jährige Peter Schlinz aus Langula dreht mit der Bad Tennstedter Quellprinzessin Vivian Enseleit-Dörfel eine Runde über das Tanzparkett.

Der 76-jährige Peter Schlinz aus Langula dreht mit der Bad Tennstedter Quellprinzessin Vivian Enseleit-Dörfel eine Runde über das Tanzparkett.

Foto: Sabine Spitzer

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Peter Schlinz aus Langula legte mit Bad Tennstedts Quellprinzessin Vivian Enseleit-Dörfel eine flotte Sohle aufs Parkett. Seine Frau Barbara schaute zu. „Wir sind seit 53 Jahren verheiratet, ich vertraue ihm“, sagte sie lachend.

Im Audimax der Beruflichen Schulen war am gestrigen Montag Halbzeit beim Kreisseniorenfest. An drei Tagen sind die Senioren des Unstrut-Hainich-Kreises nach Mühlhausen eingeladen. Schon zum 27. Mal.

Landrat Harald Zanker (SPD) begrüßte die Gäste. 360 waren es am Montag aus Bad Langensalza, Herbsleben, der Landgemeinde Unstrut-Hainich, dem ehemaligen Gemeinde Weinbergen und aus der Verwaltungsgemeinschaft Vogtei. Wegen des guten Kuchens und Kaffees seien auch Politikerkollegen gekommen, scherzte Zanker. Er dankte der Sparkasse Unstrut-Hainich, sie seit Jahren Hauptsponsor der Veranstaltung ist.

„Es ist wie in einem guten Film“, sagte Zanker später im Gespräch mit unserer Zeitung. Man wisse, was passiert und gucke trotzdem immer wieder. Denn für selbst ihn ist es das 26. Kreisseniorenfest. Die Eröffnung des Festes war zu Beginn seiner Amtszeit eine seiner ersten Amtshandlungen gewesen. „Viele haben damals gedacht, dass ich es nicht weiterführe“, blickte er zurück.

Er will auch künftig an dieser Tradition festhalten. „Ich finde es wichtig, Dankeschön zu sagen“, so der Landrat. Denn die jetzigen Senioren hätten den Wohlstand geschaffen, von dem die Gesellschaft heute lebe. Wichtig ist ihm auch ein anderer Aspekt. „Das Fest führt die Menschen näher zusammen“, sagte er. Er freue sich daher immer, wenn sie abends in den Bus einsteigen und sich für das nächste Jahr zum Fest verabreden.

Das Trio „Tanzkaffee“ sorgte im Audimax für Tanzmusik. Es gab eine Modenschau. Und draußen startete die Tschu-Tschu-Bahn zu zwei Touren. m Montag ging es nach Bollstedt, weil sich der Ort für den Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ qualifiziert hat.

Auch über Senioren-Angebote wurde informiert. Unter anderem präsentierte sich Mühlhausens Seniorenvertretung, die etwa Gedächtnistraining oder Spielenachmittage im Programm hat. Margit Weber warb aber auch für das Ehrenamt. Denn in die Seniorenvertretung sucht dringend Unterstützer.

Ein Tänzchen wagten auch die Sanitäter des Deutschen Roten Kreuzes Steffi MacNelly und Holger Muder. Das Paar war schon oft beim Seniorenfest als Ersthelfer dabei. Ab und an müssen sie helfen bei Schwächeanfällen. „Meistgefragt sind wir aber wegen Blasenpflaster“, informierten die beiden. Denn viele der Senioren kommen in neuen Schuhen und bekommen beim Tanzen Blasen.

Wenn Landrat Zanker einmal Rentner ist, will er auch zum Kreisseniorenfest kommen. „Ich hoffe, dass es das dann noch gibt“, sagte er.

Am heutigen Dienstag sind die Senioren aus Menteroda, der Gemeinde Unstruttal und den Verwaltungsgemeinden Schlotheim und Bad Tennstedt eingeladen.

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