Mühlhausen will die Kita-Karte abschaffen

Mühlhausen  Ab dem Jahr 2020 sollen Anmeldungen für den Kindergarten in der Stadt online möglich sein. Die Angebote von Grabe, Seebach und Höngeda sind auf der aktuellen Internet-Seite bisher unberücksichtigt.

In welchen Kindergärten es freie Plätze gibt, das soll eine spezielle Internetseite zeigen. Die Übersicht auf dieser Seite ist aber unvollständig. Archiv-

In welchen Kindergärten es freie Plätze gibt, das soll eine spezielle Internetseite zeigen. Die Übersicht auf dieser Seite ist aber unvollständig. Archiv-

Foto: Alexander Volkmann

Noch immer fehlen die Thepra-Kindergärten aus Seebach, Höngeda und Bollstedt auf der Internetseite kita-muehlhausen.de. Der Kreisverband des Arbeiter-Samariter-Bundes, der fünf Einrichtungen in Mühlhausen betreibt, hat sich für die von externen Spezialisten gebaute Internetseite den Hut aufgesetzt und sie mit den anderen Trägern 2016 an den Start gebracht.

Die Thepra als Träger der Einrichtungen in drei Dörfern in Ex-Weinbergen findet sich nicht – knapp neun Monate nach der Eingliederung. Das kritisiert Karsten Lutze aus der Fraktion CDU/Freie Wähler. Lutze ist zugleich der Ortsteilbürgermeister von Grabe. Die Stadtverwaltung hat laut Oberbürgermeister Johannes Bruns (SPD) keinen Einfluss auf die Internetseite, „das ist Trägerangelegenheit“. Die Seite selbst war am Montag nicht erreichbar.

1661 Plätze in der Kreisstadt

Das Online-Portal soll den Eltern den Überblick erleichtern, wo es noch freie Plätze für den Nachwuchs gibt. Haben sie sich dann für eine Anmeldung entschieden, müssen sie die Kita-Karte, die die Verwaltung ausgibt, in der ausgewählten Kita persönlich vorlegen. Sie bleibt auch nach Abschluss des Betreuungsvertrages dort, um Mehrfachanmeldungen zu vermeiden. Die Kita-Karte ist nach Aussage von Bruns ein Auslaufmodell. Die Anmelde-Formalitäten sollen umgestellt werden. Ab erstem Quartal 2020 soll es möglich sein, sein Kind online für eine Einrichtung anzumelden.

Im Juli besuchten 1649 Kinder einen Kindergarten in Mühlhausen, insgesamt gebe es 1661 Plätze, so Bruns auf die Anfrage von Lutze. In den kommenden Monaten sollen die Kapazitäten im Butzemannhaus und bei den Uferknirpsen um insgesamt 40 Plätze erweitert werden.

47 Mühlhäuser Kinder werden in einer Einrichtung außerhalb der Stadt betreut. Das kostet den städtischen Haushalt im Monat 26.132 Euro.

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