Rückkehr von restaurierter Wetterfahne und Turmknopf in Großengottern

Großengottern  Der Pfarrer sagt: Mir fällt ein Kirchturm vom Herzen. Mehr als 150 Zuschauer an historischem Tag.

Der Turmknopf samt Wetterfahne sitzt.

Der Turmknopf samt Wetterfahne sitzt.

Foto: Daniel Volkmann

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Mit einem Turmknopffest hat das evangelische Kirchspiel am Montag die Rückkehr von restaurierter Wetterfahne und Turmknopf auf die Sankt-Walpurgis-Kirche in Großengottern gefeiert.

Es ist kurz nach drei Uhr am Nachmittag. Das flüssige Zinn bahnt sich seinen Weg um den Kupferdeckel der Dokumentenhülse. Die Dachdecker Marco Heißner und Maik Hecker verschließen die Dokumentenhülse für die nächsten Jahrzehnte. Sie wird später ihren Platz im vergoldeten Turmknopf, unter der Wetterfahne in 54 Metern Höhe finden.

Bilder der Kinder und die Zeitung

Mehr als üblich habe man in der Dokumentenhülse verstaut. „Neben den offiziellen Dingen, wie der Chronik unserer Kirchengemeinde, einem Bericht der Architektin zur Kirchturmsanierung, dem aktuellen Dorfgeschehen und der Tages- sowie der Kirchenzeitung, haben wir die Chroniken des Schützenvereins und Bilder der Kindergartenkinder in der Hülse verstaut“, sagt Pfarrer Matthias Cyrus.

Weiter hätten einige Gottersche aktuelle Fotografien gebracht. Die Schüler des Jahn- Gymnasiums hätten einen Text verfasst. In diesem ginge es um die Zeit von 1930 bis heute, weiß Cyrus. Bereits am frühen Nachmittag durfte die frisch hergerichtete Wetterfahne samt in Watte eingepacktem Turmknopf in der Kirche besichtigt werden. Vor gut 150 Besuchern dankte Pfarrer Matthias Cyrus während eines Festgottesdienstes allen an der Sanierung Beteiligten. Gleich zweimal in einem Jahrzehnt, habe man jetzt ein Turmknopffest feiern können, denn auch der Kirchturm der Gotterschen Sankt-Martini Kirche sei vor Jahren saniert worden. „Ich bin sehr erleichtert, dass wir an dieser Stelle angekommen sind.

Seit fünf Jahren arbeiten wir intensiv auf die Sanierung hin. Hier sind ganz viele Menschen eingebunden, ohne die ein solch großes Projekt nicht zu realisieren gewesen wäre. Mir fällt Sprichwörtlich ein Kirchturm vom Herzen“ sagt Pfarrer Matthias Cyrus. Ursprünglich sollten die gesamten Arbeiten Anfang August abgeschlossen sein. Wegen einiger Schäden am Holz, die vorher nicht sichtbar waren, würden sich die Arbeiten jetzt bis Ende August hinziehen.

Anfang Mai wurden der Turmknopf und die Wetterfahne vom Kirchturm genommen. In den vergangenen fünf Monaten wurde die komplette Dachhaut des Hauptturmes mit neuem Schiefer verkleidet. Außerdem wurden Holzbalken in der Konstruktion des Kirchturms verstärkt und erneuert. So sei die Standfestigkeit des Turmes der Sankt Walpurgis Kirche für die nächsten Jahrzehnte gesichert.

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