Stadtlauf in Bad Tennstedt: Angebote für Kinder werden erweitert

Bad Tennstedt  Der Kultur- und Heimatverein Bad Tennstedt rückt beim Stadtlauf Jüngere künftig stärker in den Mittelpunkt. Und er verstärkt seine Arbeit, denn die Veranstaltung soll sich etablieren.

Das gesetzte Ziel von 300 Startern ist beim vierten Stadtlauf in Bad Tennstedt, siehe Bild, fast erreicht worden. Im nächsten Jahr wollen die Organisatoren vom Kultur- und Heimatverein mehr Augenmerk auf die Kinder-Läufe legen. Archiv-

Das gesetzte Ziel von 300 Startern ist beim vierten Stadtlauf in Bad Tennstedt, siehe Bild, fast erreicht worden. Im nächsten Jahr wollen die Organisatoren vom Kultur- und Heimatverein mehr Augenmerk auf die Kinder-Läufe legen. Archiv-

Foto: Susann Salzmann

Nach dem Rennen ist vor dem Rennen: Der Kultur- und Heimatverein Bad Tennstedt hat bereits den nächsten Stadtlauf-Termin auf den 12. September 2020 festgezurrt. Dann soll verstärkt das Augenmerk auf die Kinder-Läufe gelegt werden.

Dass Sport die Entwicklung von Kindern fördert, wisse jeder, sagt Gabriele Méresse, Vorsitzende des Kultur- und Heimatvereins. Beim vierten Stadtlauf im vergangenen September hat sie aber auch gemerkt, dass die Sportförderung von Kindern vielen Menschen der Region wichtig sei. „Etliche Sponsoren haben Geld speziell für die Kinder-Läufe gegeben“, berichtet Méresse.

Konkrete Ideen für den Ausbau der Kinder-Läufe gibt es bisher noch nicht. Aber auf jeden Fall soll beibehalten werden, dass die Kinder am Nachmittag starten und damit wieder einen besonderen Platz beim Bad Tennstedter Stadtlauf bekommen. „Das kam gut an“, sagt Gabriele Méresse.

Der Kita-Cup soll auch ausgebaut werden

In diesem Jahr waren erstmals die Läufe für Erwachsene am Vormittag ausgetragen worden und die für Kinder am Nachmittag. Ebenfalls neu war der Kita-Cup, der sich speziell an Kindergärten der Region richtet. Fünf Kitas hatten teilgenommen. „Da ist noch Luft nach oben“, hofft Méresse, dass sich 2020 mehr Einrichtungen anmelden. Denn die Vorsitzende des Kultur- und Heimatvereins hatte in diesem Jahr etwa 50 Kindergärten angeschrieben und für den Lauf geworben.

Ursprünglich sollten nur die ersten drei Kindergärten beim Kita-Cup prämiert werden. „Als uns die Kinder mit großen Kulleraugen angeschaut haben, haben wir spontan entschieden, dass alle gewinnen“, berichtet Méresse. Jeder Kindergarten bekommt 100 Euro, die Siegprämien übergibt sie derzeit an die Einrichtungen.

Auch der Inklusionslauf kam gut an, bei dem es auch um gegenseitige Unterstützung ging. „Die Kinder hatten richtig Spaß, aber hier müssen wir uns etwas einfallen lassen“, berichtet Méresse. Denn bei dem Lauf liefen auch größere Schüler des Bruchstedter Förderzentrums „Am Fernebach“ mit. Für sie sei die Strecke zu kurz gewesen.

Stärker konzentrieren will sich der Verein auch auf den Spaßlauf. „Lange hatte sich niemand angemeldet, letztlich waren es dann aber 36 Starter“, so Méresse. „Dass der Spaßlauf seinen Zweck erfüllt hat, wird sich herumsprechen“, ist sie sicher, dass sich 2020 mehr Teilnehmer anmelden. Es gab fünf Stationen, an denen etwa über Strohballen gesprungen und durch den Klunkerbach gelaufen werden musste.

Insgesamt ist der Kultur- und Heimatverein zufrieden mit der Bilanz des vierten Stadtlaufs, der wieder im Rahmen des Strohballenfestes stattfand. 300 Starter hatten sich die Mitglieder als Ziel gesetzt. „15 haben gefehlt, damit können wir leben“, sagt Méresse. Zumal einige, die sich nicht anmelden konnten, auch ohne offizielle Startnummer angetreten waren.

„Wir lernen jedes Jahr dazu“, sagt Méresse und freut sich schon auf den fünften Stadtlauf. Die Vorbereitungen dafür werden schon bald beginnen, denn die Organisation ist ein Kraftakt für den Verein. „Keiner kann sehen, was für ein Aufwand dahinter steckt“, so Méresse. Denn auch um Dinge wie die Beantragung von Sperrungen muss sich der Verein kümmern.

Méresse freut sich daher, dass sie auf viele Unterstützer bauen kann. Neben den Vereinsmitgliedern sind das zum Beispiel die Feuerwehr, die Bad Tennstedter und die Sponsoren, die aus dem ganzen Unstrut-Hainich-Kreis kommen.

Ziel des Vereins ist es, den Stadtlauf fest im Thüringer Lauf-Kalender zu etablieren. Méresse ist sicher, dass das gelingt: „Alle Läufe haben schließlich einmal klein angefangen.“

Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.