Ufhoven ist der größte aller Ortsteile Bad Langensalzas

Bad Langensalza  Meldeamt veröffentlicht Einwohnerdaten. Sie dienen unter anderem der Berechnung der Mittel, die den Ortsteilräten zur Verfügung stehen.

Bad Langensalzas Kernstadt von oben (Ausschnitt): Sie hat gut 12.000 Einwohner.

Bad Langensalzas Kernstadt von oben (Ausschnitt): Sie hat gut 12.000 Einwohner.

Foto: Marco Kneise

Ufhoven ist nicht nur der jüngste, sondern nun auch der größte Ortsteil der Stadt Bad Langensalza. 1615 Einwohner gehören laut vorläufiger Rechnung zu ihm. Die exakte Zahl wird noch ermittelt. Denn zwar gibt es eine geografische Abgrenzung des Ortes, der im Lauf der Jahre mit der Stadt räumlich zusammengewachsen ist. Aber die Meldedaten müssen noch im Detail geprüft werden, hieß es aus dem Rathaus.

Das muss für die Erhebung auf seine eigenen Daten zurückgreifen. Denn die Anzahl der Einwohner in den Ortsteilen wird von der offiziellen Zähl-Behörde, dem Landesamt für Statistik, nicht erfasst. Sie ist für die Stadt jedoch relevant, denn Ortsteile erhalten pro Jahr und Einwohner je fünf Euro zur weitgehend freien Verfügung. Auch für die Wahl des Ortsteilbürgermeisters und für dessen Aufwandsentschädigung ist die Einwohnerzahl bedeutend.

Der kleinste Ortsteil ist demnach Waldstedt mit 111 Einwohnern. Und: Thamsbrück als bisher größter Ortsteil hatte als einziger früher Stadt-Recht. Das hat aber keinerlei Auswirkung.

Zählt man die Zahlen aus dem Melderegister zusammen, ergibt sich eine Einwohnerzahl von Bad Langensalza, die höher liegt als die offizielle vom Landesamt. Solche Abweichungen gibt es fast überall – die Kommunen haben in ihren Registern mehr oder auch weniger Einwohner als es die Landestatistik aussagt. Deren Zahlen sind aber wichtig, zum Beispiel für die Berechnung von jährlichen Geld-Zuweisungen vom Land.

Basis der Berechnung des Landes sind die beim Zensus 2011 ermittelten Zahlen. Zu denen werden – über die Meldeämter – die jährlichen Zu- und Fortzüge gezählt, ebenso Geburten und Todesfälle, die die Standesämter mitteilen.

Die Zahlen der Kommunen hingegen wurden 2011 fortgeschrieben, ohne das Ergebnis des Zensus‘ zu berücksichtigen. Weiter gibt es auch im Meldewesen Unschärfen: So komme es zu „Fehlbeständen und Karteileichen“, teilte das Innenministerium 2016 auf eine Abgeordneten-Anfrage im Landtag mit.

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