Wärme für die Schulen aus dem heimischen Wald

Langula  Wahl 2019: Der SPD-Landtagskandidat Jörg Klupak aus Bad Tennstedt fordert Geld vom Land für Blockheizkraftwerke an Schulen und in Wohngebieten.

Uwe Fritzlar, Vorsitzender der forstwirtschaftlichen Vereinigung (links), und Jörg Klupak können sich vorstellen, mit dem Holz ein Kraftwerk zu betreiben.

Uwe Fritzlar, Vorsitzender der forstwirtschaftlichen Vereinigung (links), und Jörg Klupak können sich vorstellen, mit dem Holz ein Kraftwerk zu betreiben.

Foto: Claudia Bachmann

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Das Holz aus der Region in Blockheizkraftwerken (BHKW) nutzen – Diese Idee will der SPD-Landtagskandidat Jörg Klupak aus Bad Tennstedt in den Landtag tragen. Er selbst ist Vorsitzender der Energiegenossenschaft Bad Tennstedt. Die zählt derzeit gut 30 Mitglieder und gewinnt Energie im Moment ausschließlich über Photovoltaik-Anlagen.

Klupaks Ansatz: Trockenheit, Borkenkäfer und ein übersättigter Holzmarkt bringen den Waldbesitzern derzeit nur geringe Erträge. „Warum sollte man einen regionalen Rohstoff nicht auch regional nutzen?“, fragt er und findet in Uwe Fritzlar, dem Vorsitzenden der forstwirtschaftlichen Vereinigung Nordthüringen, einen Fürsprecher seiner Idee.

Bereits jetzt wird Holz verheizt. Neben den Sägewerken der Region gehören die Stadtwerke Leipzig zu den wichtigsten Kunden der Waldbesitzer im Forstamt Creuzburg. „Sie wollen uns als forstwirtschaftliche Vereinigung in diesem Jahr 10.000 Festmeter abnehmen. Allein hier, im Gebiet Langula, werden es bis Ende Oktober rund 2500 Festmeter sein.“

Forstmann findet die Idee bedenkenswert

Fritzlar kann sich mit der Idee von Blockheizkraftwerken, die an Schulen oder in Wohngebieten stehen, auch aus Sicht eines Waldbesitzers gut anfreunden. „Durch den starken Borkenkäferbefall ist der Paletten-Markt von Fichtenholz übersättigt.“

In diesem Sommer haben so viele Bäume wie noch nie in jüngster Vergangenheit Schaden genommen. „Für gewöhnlich gehen wir revierweise im 5-Jahres-Abstand vor und analysieren unseren Wald. Jetzt ist es anders. Wir werden bis zum Frühjahr noch einmal unseren gesamten Wald unter die Lupe nehmen“, sagt Fritzlar.

Klupak fordert vom Land, einen Teil des für die Beseitigung der Waldschäden eingestellten Geldes für Investitionen in Blockheizkraftwerke nutzen zu können.

Für Fritzlar geht das nicht weit genug. „Es braucht einen Fonds, um mehr Forstwirte auszubilden.“ Vor einem Jahrzehnt seien es dreimal so viele gewesen, derzeit ein gutes Dutzend.

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