Wiegleben setzt auf Selbsthilfe und Unterstützung der Stadt

Wiegleben  Ortsteilbürgermeisterin Jane Croll will Bestehendes erhalten und viele Projekte vorantreiben. Dazu möchte sie auch die Stadt stärker einspannen.

Die Wiegleber packen gerne an – wie hier beim Saisonputz im Freibad. Doch auch an anderen Stellen im Ort werden helfende Hände gebraucht.

Die Wiegleber packen gerne an – wie hier beim Saisonputz im Freibad. Doch auch an anderen Stellen im Ort werden helfende Hände gebraucht.

Foto: Daniel Volkmann

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Für Jane Croll (CDU) ist das Amt der Ortsteilbürgermeisterin ein geübter Balanceakt, den sie nun, mit ihrer Wiederwahl, weitere fünf Jahre meistern will. Wie stark können die engagierten Bürger im Ort eingespannt werden, wie viel darf von der Stadt eingefordert werden?

„Wenn ich an den Förderverein unseres Freibades denke und die viele Arbeit, die die Männer und Frauen dort leisten. Sie erweitern den Geräteraum, betonieren Bodenplatten, wollen den Spielplatz aufbauen. Firmen würden dafür Tausende Euro verlangen. Sie machen es ehrenamtlich. Da halte ich mich als Gemeinde mit Hilfegesuchen außerhalb des Freibades lieber zurück“, sagt sie.

Dabei gäbe es genug zu tun. Allein die Pflege der Beete und Grünanlagen rund um das Bürgerhaus sei für die städtischen Mitarbeiter nicht zu stemmen. „Am liebsten wäre mir etwas Pflegeleichtes, was schön aussieht, aber weniger Arbeit macht“, sagt sie. Denn der Erhalt des Geschaffenen – 2009 war Wiegleben in der Dorferneuerung – sei schon ein Kraftakt. An manchen Ecken der Holzkonstruktion am Bürgerhaus nage bereits der Zahn der Zeit. Hier müsse ausgebessert werden. Nicht alles könne in Eigenleistung passieren. Unterstützung der Stadt tue not.

Weitere Projekte dieser Legislatur seien die Sanierung des Gehweges in der Gartenstraße und die Erweiterung des Spielplatzes bei der Kirche mit Spielgeräten für Kleinkinder.

Zudem plane sie eine Dorfchronik-Kommission, sagt Jane Croll. „Viele sammeln privat Zeitungsartikel über das Geschehen im Dorf. Ich suche 2 bis 3 Leute, die auch die Ereignisse aus jüngerer Zeit festhalten und aufarbeiten“, sagt sie.

Ein Traum wäre für Jane Croll eine Zukunft für die alte Bäckerei, ein leerstehendes Haus im Dorfkern. Aus ihrer Sicht sei das Gebäude ideal für barrierefreies, betreutes Wohnen. So könnten eingesessene Wiegleber auch im Alter vor Ort bleiben. Doch dafür müsse der jetzige Eigentümer das Haus verkaufen und sich ein Investor finden.

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