Seit der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990 steigt der Wert der unehelich geborenen Kinder in Thürngen und im Eichsfeld an. Der Landkreis hebt sich dennoch von anderen Regionen Thüringens ab.

Im Jahr 2022 kamen in Thüringen 14.131 Kinder zur Welt. Bei der Mehrheit der Neugeborenen waren die Eltern zum Zeitpunkt der Geburt nicht miteinander verheiratet. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik lag der Anteil der unehelich Lebendgeborenen im Jahr 2022 bei 54,1 Prozent. Dieser Wert lag zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung im Jahr 1990 bei lediglich 31,8 Prozent und stieg über die Jahre kontinuierlich bis zum Höchststand von 61 Prozent im Jahr 2012 an.

Seit jenem Jahr sank die Zahl unehelich Geborener langsam, wobei die Entwicklung mit Schwankungen verbunden sei. Den höchsten Anteil unehelich Geborener verzeichnete im Jahr 2022 die kreisfreie Stadt Gera mit 64,8 Prozent, gefolgt vom Landkreis Greiz (61,1 Prozent) und dem Kyffhäuserkreis (57,6 Prozent).

Wie schon in der Vergangenheit hob sich der katholisch geprägte Landkreis Eichsfeld laut den Statistikern sichtbar davon ab. Im Jahr 2022 betrug der Anteil der unehelich Geborenen hier 41,8 Prozent und damit die wenigsten. Seit 1990 stieg im Landkreis Eichsfeld die Zahl der unehelich gebornen Kinder um 31,3 Prozent an. Damit weise der Landkreis Eichsfeld die größte Veränderungsrate unter allen Thüringer Kreisen in den vergangenen mehr als drei Jahrzehnten auf.

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