Amtsgericht Eisenach: Revision gegen Theaterbrand-Urteil

Letzte Woche fiel das Urteil im Prozess gegen eine Frau, der vier Brandstiftungen am Eisenacher Landestheater zur Last gelegt wurden. 

Letzte Woche fiel das Urteil im Prozess gegen eine Frau, der vier Brandstiftungen am Eisenacher Landestheater zur Last gelegt wurden. 

Foto: Katja Schmidberger

Eisenach.  Nach dem Urteil im Prozess um die Brände um das Eisenacher Landestheater ist jetzt Berufung eingelegt worden.

Verteidigung und Staatsanwaltschaft haben Revision gegen das Urteil gegen eine 57-jährige Eisenacherin eingelegt, die am 30. September 2020 am Landestheater einen Brand gelegt haben soll. Das Amtsgericht in Eisenach hatte am Mittwoch letzter Woche eine ehemalige Theatermitarbeiterin und spätere Mitarbeiterin eines Wachdienstes wegen Brandstiftung in einem Fall zu einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung verurteilt, ebenso muss sie sich einer psychologischen Beratung unterziehen und 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Laut Gericht sprach eine Kette von Indizien dafür, dass die 57-jährige Frau das Feuer im September vor zwei Jahren im Landestheater gelegt hat. Von den anderen drei angeklagten Bränden im August 2018, Mai und Juli 2020 war sie aus Mangel an Beweisen frei gesprochen worden.

Ihr Verteidiger hatte gleich nach dem Urteil die Revision angekündigt. Er hatte in der Verhandlung Freispruch gefordert, die Staatsanwältin hingegen drei Jahre und zehn Monate Haft, weil sie davon überzeugt war, dass die Angeklagte für die gesamte Brandserie verantwortlich zu machen ist. Die Berufung wird jetzt vom Meininger Landgericht geprüft.