Bachfest startet in Eisenach mit internationalem Anspruch

Eisenach  Heute beginnt der fünftägige Veranstaltungsreigen. Stiftungen als beständige Partner

Das Thüringer Bach-Collegium eröffnet heute Abend die fünftägige Veranstaltungsreihe des Bachfestes mit einem hochkarätigen Konzert in der Georgenkirche.

Das Thüringer Bach-Collegium eröffnet heute Abend die fünftägige Veranstaltungsreihe des Bachfestes mit einem hochkarätigen Konzert in der Georgenkirche.

Foto: Jan Kobel

„Von Schönau bis Osaka“ – so könnte man die Bandbreite der heute beginnenden dritten Auflage des Eisenacher Bachfestes launig umschreiben. Schließlich reisen zu dem fünftägigen Veranstaltungs-Reigen zum Thema „Bach und die Wiener Klassik“ auch die Landfrauen aus Schönau als auch der Bachchor aus dem japanischen Osaka an.

Heute Abend wird zum Eröffnungskonzert mit dem „Thüringer Bach-Collegium“ unter der Leitung von Gernoth Süßmuth. aber schon das erste hochkarätige Ensemble ab 19.30 Uhr in der Georgenkirche aufspielen. „Das 2018 gegründete Thüringer Bach-Collegium hat bereits eine enge Verbindung zur Georgenkirche geknüpft“, berichtet Christian Stötzner erfreut, als Eisenacher Kantor und künstlerische Leiter des Bachfestes.

Anfang dieses Jahres nahm das Bach-Collegium vier Orchestersuiten des von 1703 bis 1749 an der Georgenkirche wirkenden Organisten Johann Bernhard Bach auf CD auf. Stötzner, wirkte bei dieser CD-Aufnahme als Cembalist mit. Im Eröffnungskonzert des Bachfestes erklingen Werke von Johann Sebastian Bach und Prinz Johann Ernst von Sachen-Weimar-Eisenach.

„Wir wollen Bach ehren. Und wie ginge das besser als seine Musik zu spielen, diese aber auch in Bezug zu setzen zu den Entwicklungen, die Bachsche Musik im Laufe der Jahrhunderte angestoßen hat“, so Stötzner. Dabei wolle man auch größer werden, „wir haben den Anspruch, überregional, ja international zu wirken“. Schließlich würden Musiker weltweit danach gieren, Bach zu spielen, am besten an Originalplätzen wie in Bachs Taufkriche, der Georgenkirche. „Wir wollen mit dem Fest Gäste anlocken, zu Ehren Bachs, aber auch im Sinne der Stadt Eisenach“, so Stötzner.

Dies sei aber nur leistbar, wenn man beständige gute Partner an der Seite habe. Und so freut sich Stötzner zusammen mit Wolfgang Robscheit vom Verein „zur Förderung der Musik an Bachs Taufkirche“ über die finanzielle Unterstützung von der Eisenacher Peter-Mädler-Stiftung (2500 Euro) und der Sparkassenstiftung der Wartburgregion (5000 Euro). Am Reformationstag, 31. Oktober, gastiert die Thüringen-Philharmonie Gotha-Eisenach mit einem Programm von Bach bis Mozart in der Georgenkirche. Die h-moll-Messe, eines der bedeutendsten Werke Johann Sebastian Bachs, wird am 1. November vom Bachchor Osaka und dem Festivalorchester Leipzig aufgeführt. Ein Konzert der Leipzig-Big-Band am Samstag, 2. November, lässt Bach als Inspiration für die Musik im 21. Jahrhundert erleben.

Im Abschlusskonzert führen der Bachchor Eisenach zusammen mit der Singakademie Cottbus und der Thüringen-Philharmonie Gotha-Eisenach das Oratorium „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn auf. „Damit setzen wir die wunderbare Partnerschaft unserer beiden Chöre fort, die im Jahre 2017 mit dem Oratorium Luther in Worms begonnen hat“, so Stötzner.

Jeder Bachfesttag beginnt mit einem Kantaten-Gottesdienst oder einem Gottesdienst mit Messkompostionen von Mozart und Haydn. Im Gottesdienst zu Allerheiligen, am 1. November, in der katholischen Elisabethkirche steht die Krönungsmesse von Mozart auf dem Programm. „Damit verlässt das Fest, das sich dem bedeutendsten evangelischen Kirchenmusiker in seiner Geburtsstadt widmet, die protestantische Kirche und wird ökumenisch“.

Zu den Kommentaren