Bald mehr Platz für Oststadtschüler

Eisenach.  Bessere Bedingungen bekommen in Eisenach bald Schüler der Gemeinschaftsschule. In gut drei Monaten soll der Anbau mit neuen Räumen und Cafeteria fertig sein.

Schulleiterin Kerstin Lüder (rechts), Sozialdezernent Ingo Wachtmeister (links) und Bauingenieurin Manuela Hoppe schauen sich die neue Natursteinfassade im Hinterhof an.

Schulleiterin Kerstin Lüder (rechts), Sozialdezernent Ingo Wachtmeister (links) und Bauingenieurin Manuela Hoppe schauen sich die neue Natursteinfassade im Hinterhof an.

Foto: Katja Schmidberger

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Schüler und Lehrer dürfen schon die verbleibenden Tage zählen – der Anbau an die Thüringer Gemeinschaftsschule (TGS) in der Altstadtstraße ist weit vorangeschritten. Bald, voraussichtlich nach den Osterferien, können Schüler und Lehrer hier einziehen. Der Neubau, der an das bestehende Schulgebäude anschließt, wird während errichtet, während nebenan unterrichtet wird. Das ist nicht immer einfach. Derzeit laufen Arbeiten an der Außenfassade, dabei wird auch Stein geschnitten – das sorgt für ziemlichen Lärm, während nebenan Mathe, Musik oder Englisch gelehrt wird. „Aber die Kommunikation mit den beteiligten Bauunternehmen hat bei Problemen immer gut funktioniert“, lobt Schulleiterin Kerstin Lüder. Dennoch sei so ein Baugroßprojekt für Schüler, Lehrer und auch Schulleitung eine Belastungsprobe, räumt die Direktorin ein.

Seit Baubeginn im August 2018 hat sich auf der Baustelle einiges getan. Auf drei Etagen und im Untergeschoss sind sechs Klassenräume für die Grundstufe 1 bis 3, ein Fachraum Musik und eine Cafeteria entstanden.

Anlass für die Erweiterung war, dass die Schule dringend mehr Platz braucht, die Bedingungen für die 360 Lernenden sollen verbessert werden. Das Gebäude wird barrierefrei, ein Aufzug wird eingebaut – wichtig für eine Schule, die inklusiven Unterricht in ihrem Konzept verankert hat.

Es gibt künftig mehr Toiletten auf allen Ebenen, für die Grundschüler eigene Garderoben. So nutzen Kinder ihren neuen Klassenraum auch als Hortraum, für die Pädagogen gibt es einen Vorbereitungsraum, dazu kommt der eigene Garderobenbereich. Der Neubau wird auf allen Etagen durch einen Verbindungsflur an das bestehende Schulgebäude angeschlossen. „Schon jetzt werden die ersten Kisten gepackt“, berichtet Lüder. Der Innenausbau ist im Gang, derzeit laufen Trockenbauarbeiten, Fußboden wird gelegt, die Räume erhalten Kassettendecken, an der West- und Südseite wurden Außenverschattungen installiert. In anderen Räumen sollen Innenverschattungen dafür sorgen, dass sich die Räume bei Sonne nicht so aufheizen, erklärt Bauingenieurin Manuela Hoppe. Die erfahrene Mitarbeiterin im Hochbau lobt vor allem auch die Arbeit des Planungsbüros Wagner, Sauerbier und Giesler. „Es ist ein toller, mutiger Entwurf“, so Hoppe, der nun umgesetzt werde. Kerstin Lüder freut sich, dass die Kinder mit der Cafeteria einen Speiseraum mit Aufenthaltsqualität bekommen. Lichtdurchflutet, mit der Möglichkeit, in der schönen Jahreszeit auch draußen zu sitzen, will sie den Schülern einen Platz zum Wohlfühlen geben. Sie hofft, dass dann wieder mehr Schüler die Mittagsspeisung wahrnehmen. Sozialdezernent Ingo Wachtmeister (SPD) erklärt, dass die Oststadtschule eine attraktivere Essensversorgung nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (kurz DGE) bekomme.

Nach der Jakobschule vor etlichen Jahren, der Wartburgschule und dem Berufsschulzentrum ist der mehrgeschossige Anbau an der Oststadtschule das vierte große Schulsanierungsprojekt der Stadt Eisenach. Die Kosten belaufen sich auf 3,15 Millionen Euro, gefördert werden knapp über zwei Millionen Euro. Der Eigenanteil der Stadt kommt aus Haushaltsmitteln. Zeitgleich zum Anbau hat die Modernisierung des Hauptgebäudes begonnen. Das Dach wird neu gemacht, ebenso wird die Sportanlage erneuert. Neben einer 50-Meter-Bahn bekommen die Oststadtschüler Kugelstoß- und Weitsprunganlage wie auch ein Ballsportfeld. Alles wird möglicherweise zur gleichen Zeit fertig wie der Anbau.

In der Schule selbst erarbeitet laut Kerstin Lüder das Kollegium gerade ein neues Raumkonzept für das Hauptgebäude. Und bei der Stadt steht die nächste Generalsanierung ebenso ins Haus. Mit den Sommerferien soll die Sanierung der Mosewaldschule starten.

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