Bauprojekte in der Stadt Werra-Suhl-Tal angeschoben

Werra-Suhl-Tal  Räte vergeben Aufträge an Planer sowie Baufirmen und stellen B-Plan „Fernbreitenbacher Weg II“ in Gospenroda auf.

Ein Radfahrer benutzt die Landstraße zwischen Dippach und Dankmarshausen in diesem Archiv-Bild. In Zukunft kann er einen Radweg benutzen, der entlang der Landstraße gebaut werden soll.

Ein Radfahrer benutzt die Landstraße zwischen Dippach und Dankmarshausen in diesem Archiv-Bild. In Zukunft kann er einen Radweg benutzen, der entlang der Landstraße gebaut werden soll.

Foto: Norman Meißner

„Die Zeit drängt - die Firma soll Anfang Oktober anfangen“, spricht die Leiterin der Bauverwaltung, Heidi Göhring, in der Stadtratssitzung am Dienstagabend über das Neubauprojekt „Arzthaus Dankmarshausen“. Die Submission habe erst am Freitag stattgefunden. „Wir wollen zum Jahresende den Rohbau stehen haben“, wirbt Bürgermeister René Weisheit (FW) für den Vergabebeschluss an eine Baufirma aus Hessen, die mit knapp 161.200 Euro das wirtschaftlichste Angebot für den Rohbau unterbreitete. Die drei anderen Angebote lagen über der Kostenschätzung des beauftragten Planers.

Mit den erforderlichen Zimmermannsarbeiten beauftragten die 18 anwesenden Stadträte ohne Gegenstimme, aber bei einer Enthaltung zum Angebotspreis von rund 16.500 Euro eine Zimmerei aus der Nachbargemeinde. Mit dem gleichen Abstimmungsergebnis darf ein Dachdeckermeister aus dem Thüringer Vogtland das Dach für rund 37.500 Euro eindecken.

„Der Abriss ist wirklich gut gelaufen“, sagt der Stadtrat aus dem Ortsteil Dankmarkshausen, Klaus Reinhardt (FW), der gemeinsam mit Bürgermeister René Weisheit ein dickes Lob für den Planer übrig hatte.

Seit fünf Jahren wächst der Wunsch immer stärker, Dankmarshausen und Dippach mit einem bituminierten Radweg zu verbinden. „Unser Ziel ist, im nächsten Jahr den ersten Abschnitt bauen zu können“, warb Heidi Göhring für den Beschluss zur Vergabe von Planungsleistungen. Dieser ging einstimmig an ein Ingenieurbüro, das in zurückliegender Zeit für dieses Projekt schon viel vorgearbeitet habe. Dieses Büro erhält ebenfalls einstimmig den Zuschlag für Planungsleistungen des Radwegeneubaus zwischen Berka/Werra und Dippach.

Die Siedlungsentwicklung steht auf der Agenda

Der Radwegbau ist ein Projekt der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft „Werra-Wartburgregion“ (KAG). „Wir warten auf den Fördermittelbescheid“, sagt die Leiterin der Bauverwaltung. Die Planungsleistungen seien nicht förderbar. Öffentliche Fördermittelgeber gewähren keine Unterstützung für Radwege - nur für ländlichen Wegebau.

An dem geplanten Radweg nach Dankmarshausen könnte auf Höhe des Kieswerkes ein kleines Brückenbauwerk über den Schwarzen Graben erforderlich werden. „Wir versuchen, dass es preisgünstig über die Bühne geht - der Planer hat einen Lösungsvorschlag“, sagt René Weisheit. Allein die Brücken-Planung würde eine Summe von 11.000 Euro verschlingen. Die Planung des Radweges kostet etwa 40.000 Euro.

Die Aufstellung eines vorhabensbezogenen B-Plans „Fernbreitenbacher Weg II“ für den Stadtteil Gospenroda billigten die Räte bei nur einer Enthaltung. Hintergrund ist, dass die geplante Errichtung eines Eigenheims sich nicht innerhalb der bebauten Ortslage befindet. Der Ortschaftsrat von Gospenroda habe sich über das Hausbau-Projekt im Vorfeld positiv geäußert. Eine Erschließung durch die Stadt würde zu Grundstückspreisen von 50 Euro führen, die keiner zahlen könne.

„Nichtsdestotrotz müssen wir die Siedlungsentwicklung weiter vorantreiben“, richtet Bürgermeister René Weisheit zur Ratssitzung den Blick in die Runde der neuen Stadträte. Am Ortsrand zu bauen, sei in Zukunft nicht mehr zielführend. „Wir müssen den Fokus auf die Innenentwicklung legen. Die Baulücken müssen geschlossen werden“, betont René Weisheit zum Abschluss.

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