Brauerei in Eisenach wird zum Teil abgerissen, Parkplätze sind geplant

Bauantrag für ein Parkhaus in Vorbereitung. Wohnungsbau ist zurückgestellt, Idee der Erlebnisgastronomie steht noch

Anfang der Woche haben Abrissarbeiten an der Stadtparkseite begonnen. Malz- und Sudhaus gegenüber bleiben stehen. Lutz Hoch wünscht sich hier künftig eine Gaststätte. Der Traum vom Wohnungsbau dagegen liegt auf Eis, das Risiko ist ihm zu hoch. Stattdessen bevorzugt er ein Parkhaus. Foto: Sascha Willms

Anfang der Woche haben Abrissarbeiten an der Stadtparkseite begonnen. Malz- und Sudhaus gegenüber bleiben stehen. Lutz Hoch wünscht sich hier künftig eine Gaststätte. Der Traum vom Wohnungsbau dagegen liegt auf Eis, das Risiko ist ihm zu hoch. Stattdessen bevorzugt er ein Parkhaus. Foto: Sascha Willms

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Auf dem Gelände der Wartburgbrauerei hat der Abriss eines Teils der alten Gebäude entlang der Mauer zum Stadtpark begonnen. Brauerei-Inhaber Lutz Hoch möchte dort gerne Parkplätze schaffen, am liebsten ein Parkhaus mit 263 Stellplätzen. Erhalten bleiben dagegen Malz- und Sudhaus an der Wartburgallee sowie das Bürogebäude.

In Kürze liege der Bauantrag für das Parkhaus vor. Auf Eis liege dagegen die ursprünglich vorgesehene Wohnbebauung. "Mir sind die anfangs kalkulierten Baukosten mittlerweile davongelaufen", erklärte Lutz Hoch. Dazu kommen laufende Kosten und gestiegene Steuern. Irgendwann habe hinter der Refinanzierung der Investitionssumme ein Fragezeichen gestanden.

Die Idee für ein Parkhaus lag auf der Hand. Immer wieder erreichen ihn Anfragen deswegen. Den kleinen Platz an der Bach-Straße könnte er mehrfach verpachten. Mit einem Parkhaus könnte die Innenstadt entlastet werden, speziell der nahe Bereich Grimmelsgasse / Frauenplan. Auch der Karlsplatz sei um die Ecke, für den ebenfalls eine Verkehrsberuhigung vorgesehen ist. "Für Arztbesucher, die anschließend in der Stadt einkaufen wollen, sind die zwei Stunden auf den Freiflächen ohnehin knapp", so der Geschäftsführer. Aus seiner Sicht würde ein Parkhaus an dieser Stelle zur Belebung der Innenstadt beitragen. Ideal zum Beispiel für Touristen, die aus dem Süden oder von der Wartburg kommen, aber auch für Veranstaltungsgäste der Wandelhalle.

Zu den vorhandenen Parkhäusern wäre es eine Ergänzung. Selbst die geplanten Plätze am "Tor zur Stadt" schließt Hoch mit ein, weil die dortige Gastronomie und der Einzelhandel einen Teil der Parkplätze selbst benötigen würden.

Dass für die alten Gebäude auf der Parkseite nur der Abriss infrage kam, sei bereits klar gewesen — auch im Fall einer Wohnbebauung. Der Aufwand für Erhaltung oder gar Umbau sei finanziell nicht vertretbar. Dafür sei in den vergangenen Jahrzehnten zu wenig passiert. "Was erhaltenswert ist, erhalten wir. Auch die Idee für eine Erlebnis-Gastronomie steht nach wie vor", versicherte Lutz Hoch.

Nur rentabel müsse ein Projekt auf dem Braureigelände werden, sonst nützen die schönsten Pläne nichts.

Brauereifest findet wie geplant statt

Wird das Parkhaus genehmigt, dann soll es hier komfortabel zugehen. 2,70 Meter Breite je Stellfläche sind auf Mütter mit Kind und größere Autos ausgelegt und nur unwesentlich schmaler als die Mindestanforderung für Behindertenparkplätze. Zudem könnte der oberste Ausgang aus dem Fahrstuhl direkt in den Stadtpark führen, lautet eine weitere Idee von Lutz Hoch. Was auch immer im einstigen Landeskirchenamt passiert, Parkplätze wären da.

An der südlichen Seite soll das Bauwerk zudem eine vorgehängte Fassade bekommen und den umgebenden Häusern angepasst werden. Ob Lutz Hoch diese Pläne umsetzen kann, hängt nun von der Genehmigung des Bauantrages ab. Bis dahin läuft in den kommenden Wochen der Abriss. Tonnen von Stahl, Steine und Holz müssen sortiert und entsorgt werden.

Auf das Brauereifest haben die Arbeiten zunächst keine Auswirkungen. Das Eisenacher Hopfen-Fest soll laut Lutz Hoch wie geplant am 3. und 4. Juli stattfinden

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