Bürger und Planer besichtigen Thal

Thal.  Der zweit Termin der Zukunftstouren durch die Stadt Ruhla führte am Sonntag durch den Ortsteil Thal. Der Handlungsbedarf hier und da ist ausgemacht.

Die projektbegleitende Architektin Cornelia Dittmar (Mitte) vom Weimarer Büro Stadtumbau bei der Zukunftstour, links Thals Ortsteilbürgermeister Frank Bielert.

Die projektbegleitende Architektin Cornelia Dittmar (Mitte) vom Weimarer Büro Stadtumbau bei der Zukunftstour, links Thals Ortsteilbürgermeister Frank Bielert.

Foto: Jensen Zlotowicz

Der ehemalige Dorfkonsum in Thal war eigentlich abgeschrieben, eher dem Abriss als der Entwicklung zugeordnet. Seitdem das Gebäude aber von Kampfsportlern genutzt wird, steht es wieder im Blickfeld. Es war die letzte Station der von etwa 25 Bürgern besuchten Zukunftstour am Sonntag in Thal. Das obere Erbstromtal wappnet sich für und mit einem Stadtentwicklungskonzept und hat deshalb sogenannte Zukunftstouren durch die vier Orte anberaumt. Dabei sollen gemeinsam mit Bürgern Stärken und Schwächen analysiert werden.

Die Entwicklung des Sport- und Freizeitzentrums ist ein großer Brocken auf der Entwicklungs- und Investitionsliste der Stadt Ruhla und ein Projekt über wenigstens ein Jahrzehnt, hieß es bei der Tour. Die Teilnehmer um Architektin Cornelia Dittmar vom Weimarer Büro Stadtumbau nahmen sich auch des schlechten Verbindungsweges zwischen Thal und Seebach an, wo Radfahrer noch ruppig unterwegs sind.

Schlechter Radweg zwischen Thal und Seebach

Die Ortskernsanierung ist in Thal ebenso ein Thema mit Handlungsbedarf wie die Belebung des derzeit teilweise ungenutzten Rathauses. Es braucht Einfälle dazu. Über diese und andere Details verständigten sich die Teilnehmer der Tour, tauschten Gedanken und Ideen aus.

Die Ruine Scharfenburg in Thal steht eigentlich auf der Liste der positiven Aspekte. Sie ist begehbar, regelmäßig geöffnet, und ein Verein kümmert sich um das mittelalterliche Bauwerk. Das Durchschnittsalter der Mitglieder lässt allerdings befürchten, dass der Verein in absehbarer Zeit weiter an Schlagkraft verliert. Das weiß auch Ortsteilbürgermeister Frank Bielert (CDU). Es gelte, mehr junge und jüngere Leute für die örtlichen Vereine zu interessieren. Die Entwicklung eines Ortes werde nur durch seine Menschen vorangetrieben und weniger durch die Verwaltung, so ein Tenor.

Die Touren durch Seebach und Ruhla finden am Samstag und Sonntag, 11. und 12. Juli, jeweils 10 Uhr statt.