Busfahren soll in Wartburgregion im neuen Jahr teurer werden

Eisenach.  Weniger Fahrgäste und damit Einnahmen, aber steigende Kosten-

Der Busfahrschein soll künftig 1,80 statt bisher 1,60 Euro kosten. Das Foto zeigt den Ticketautomat am Eisenacher Busbahnhof.

Der Busfahrschein soll künftig 1,80 statt bisher 1,60 Euro kosten. Das Foto zeigt den Ticketautomat am Eisenacher Busbahnhof.

Foto: Birgit Schellbach

Busfahren könnte teurer werden. Der Preis für den Einzelfahrschein soll von 1,60 auf 1,80 Euro steigen. So steht es im Wirtschaftsplan des Verkehrsunternehmens Wartburgmobil für das neue Jahr. Das Zahlenwerk liegt dem Stadtrat zur Beschlussfassung am 1. Dezember vor. Zurzeit wird in Fachausschüssen diskutiert.

Im Ausschuss für Infrastruktur fragte Stadtrat Andreas Neumann (CDU) nach Einsparungen. Seiner Ansicht nach kann der Aufwand für Personal und Technik nicht bleiben, wenn die Zahl der Fahrgäste wie in diesem Jahr um fast ein Drittel eingebrochen ist.

Stefan Wagner, verantwortlich für Service und Organisation bei Wartburgmobil, verwies auf die Verluste wegen der Corona-Pandemie und Tarifsteigerungen. Dennoch seien die Ausgaben im Wirtschaftsplan um fünf Prozent reduziert worden. Man stoße aber an Grenzen, weil der Nahverkehrsplan erfüllt werden müsse. Dieser gibt die zu erbringenden Leistungen vor. Wagner erklärte, dass die Spitzenzeiten im Schülerverkehr entscheidend sind. Dafür werde eine bestimmte Anzahl von Fahrern und Bussen gebraucht.

2021 sollen drei Fahrer eingestellt werden, so dass die Zahl der Mitarbeiter 225 beträgt. „Wir wollen weiter Überstunden abbauen“, erklärte der VUW-Verantwortliche. Es ist geplant, sieben Fahrzeuge zu kaufen, darunter zwei Elektro-Busse für den Stadtverkehr Bad Salzungen.

Stadtrat Jonny Kraft (SPD) wollte die Höhe der Corona-Beihilfen wissen. Laut Wagner gab es für März bis August einen Abschlag von 280.000 Euro. Beantragt waren 350.000 Euro. Ein weiterer Antrag werde für August bis Dezember gestellt. Dennoch sei das wirtschaftliche Ergebnis in diesem und auch im nächsten Jahr negativ. Das geht laut Wagner nur, weil das Eigenkapital rund acht Millionen Euro beträgt.

Im Ausschuss für Infrastruktur stimmten vier Mitglieder für den Wirtschaftsplan, sechs enthielten sich. Am 24. November diskutiert der Hauptausschuss über das Zahlenwerk (öffentliche Sitzung, 17 Uhr, Stadtratssaal, Markt 22).