Corona-Nachrichten für Eisenach und Region

Eisenach.  Die Diako berät Menschen, die Polizei zerstreut illegale Ansammlungen und Eisenachs Stadtpolitik funktioniert derzeit telefonisch.

Die Polizei macht an beliebten Plätzen Durchsagen zur Gefahr des Coronavirus. Und notfalls schickt sie Leute fort, die sich in Gruppen aufhalten. 

Die Polizei macht an beliebten Plätzen Durchsagen zur Gefahr des Coronavirus. Und notfalls schickt sie Leute fort, die sich in Gruppen aufhalten. 

Foto: Marco Schmidt

Polizisten haben am Kupferhammer in Eisenach sieben Personen einen Platzverweis ausgesprochen, die sich entgegen der Corona-Bestimmungen, die das Land verhängt hat, in der Öffentlichkeit versammelt hatten. Alle aktuellen Infos im kostenlosen Corona-Liveblog

Den Angaben zufolge handelte es sich um Personen zwischen 28 und 59 Jahren. Wegen des Verstoßes seien Anzeigen gegen diese Personen gefertigt worden.

Dieser Fall stellt nach Einschätzung der Polizei aber eine Ausnahme dar. Die Bevölkerung halte sich „im Großen und Ganzen sehr gut an die Vorgaben“ und leiste den Regelungen der Landratsämter und Polizei Folge.

Diako-Beratung ist erreichbar und arbeitet

Eisenach. Die Beschäftigten der Diako-Beratungsstellen in Eisenach haben ihre Angebote angesichts der Corona-Pandemie umgestellt. Vorrang hat telefonischer Kontakt. Das teilt die Diako Thüringen mit.

Alle Beratungsdienste seien zu den jeweiligen Öffnungszeiten oder zu vereinbarten Terminen telefonisch erreichbar. Für Menschen sei es möglich, fernmündlich oder per E-Mail Krisen- oder Beratungsgespräche zu führen. Beraterinnen und Berater stünden unter folgenden Rufnummern zur Verfügung:

Familien- und Erziehungsberatung: 03691/260340

Schwangeren- und Schwangerenkonfliktberatung: 03691/260340

Kinderschutzdienst: 03691/260340

Suchtberatung: 03691/7452258

Kreisdiakonie: 03691/759299 und 01733/272433

Positive Antworten auf Wolf-Brief

Eisenach. Positiv haben nach Aussage von Stadtsprecherin Janina Walter die Eisenacher auf den in der vergangenen Woche versendeten Brief der Oberbürgermeisterin reagiert. Es habe einige zustimmende Rückmeldungen gegeben.

Katja Wolf (Linke) hatte alle Eisenacher Bürger angeschrieben, die 60 Jahre und älter sind. Aufgrund ihres Alters gehören sie zur Risikogruppe derjenigen, die schwerwiegend am Corona-Virus erkranken können. In dem Brief erinnerte Katja Wolf daran, wie wichtig das Reduzieren der Kontakte sei und warum das Einschränken des öffentlichen Lebens derzeit unumgänglich sei. Negative Rückmeldungen gab es laut Janina Walter nicht.

Hirte bietet erneut Telefonsprechstunde an

Wartburgkreis. Der Westthüringer Bundestagsabgeordnete Christian Hirte (CDU) setzt seine Sprechstunde für Menschen in Eisenach und Wartburgkreis am Dienstag, 31. März, 10 bis 12 Uhr, unter Telefon: 030/22771228 fort.

Am vorigen Donnerstag hatte er schon einmal eine Sprechstunde via Telefon angeboten. Hirte erklärte dazu: „Die Resonanz war beeindruckend. Ich hatte viele Telefonate zur Situation in der Wirtschafts- und Arbeitswelt, zu den Kriseninstrumenten der Bundesregierung und zu ganz alltäglichen Sorgen in diesen Corona-Zeiten.“

Konzert der Kosken abgesagt

Dankmarshausen. Das für 9. Mai geplante Konzert der Maxim Kowalew Don Kosaken in der Dankmarshäuser St.-Kilian-Kirche wird vom Veranstalter, Engels Konzertbüro, wegen der Corona-Krise abgesagt. Erworbene Karten werden dort erstattet, wo sie gekauft wurden. Die Vorverkaufsstellen, so der Veranstalter, seien schon informiert.

Entscheidungen per Telefonschalte

Eisenach. Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke) hat vorerst keine Ausschusssitzungen und Zusammenkünfte des Stadtrats geplant. Das teilte Stadtsprecherin Janina Walter mit. Wolf sei in enger Abstimmung mit dem Thüringer Landesverwaltungsamt und zudem im Gespräch mit den Oberbürgermeistern anderer kreisfreier Städte zu diesem Thema.

Derzeit würden Entscheidungen in Telefonkonferenzen in enger Abstimmung mit den Fraktionsvorsitzenden getroffen, hieß es.

Eisenach erhoffe sich eine generelle Regelung des Landes, erklärte Walter. Derzeit stünden viele Fragen im Raum. „Was macht man zum Beispiel mit Stadtratsmitgliedern, die zu einer Risikogruppe gehören?“, verweist die Stadtsprecherin auf eines der Probleme.