Creuzburg behält die Bahnhofstraße

Creuzburg  Aufgrund des Zusammenschlusses zur Einheitsgemeinde werden zahlreiche Straßenumbenennungen in der Stadt sowie in Mihla und Ebenshausen erforderlich

In Creuzburg machen sich im Zuge der Großgemeinde „Stadt Amt Creuzburg“ einige Umbenennungen von Straßen erforderlich. Die Bahnhofstraße darf ihren Namen behalten, da hier mehr Leute wohnen als in Mihla.

In Creuzburg machen sich im Zuge der Großgemeinde „Stadt Amt Creuzburg“ einige Umbenennungen von Straßen erforderlich. Die Bahnhofstraße darf ihren Namen behalten, da hier mehr Leute wohnen als in Mihla.

Foto: Norman Meißner

Das Inkrafttreten der Fusion von Creuzburg, Mihla und Ebenshausen zur Stadt Amt Creuzburg steht vor der Tür. Die Ehe erfordert die Aufstellung eines gemeinsamen Haushalts für das nächste Jahr. Dazu stünden schon bald erste Gespräche der drei Bürgermeister an. „Ich brauche Stichpunkte, was von unserer Seite wichtig ist“, befragte Bürgermeister Ronny Schwanz (CDU) im Tagesordnungspunkt Haushaltsvorberatung die Creuzburger Stadträte in ihrer Sitzung Donnerstagabend. So sei beispielsweise für Lutz Kromke (SPD) der Radweg samt dem Viadukt sowie die Ertüchtigung der Sportplatzbeleuchtung wichtig. Scherbdas Ortsteilbürgermeister Klaus Rödiger (pl.) wünscht die Berücksichtigung neuer Straßenbeleuchtung im Zuge des Straßenbaus.

Die Gemeinschaftsvorsitzende Karola Hunstock (CDU) bemerkte, dass durch die Zusammenführung der EDV dieser drei Kommunen voraussichtlich Kosten zwischen 25.000 Euro und 30.000 Euro auflaufen würden. So seien zahlreiche neue, einheitliche EDV-Programm für verschiedene Aufgaben erforderlich. „Creuzburg ist sieben Mal betroffen“, spricht die VG-Chefin auch das Thema doppelter Straßenbezeichnungen im Amt Creuzburg an. Die Stadt sei beispielsweise mit der Marktstraße, der Ortsteil Scherbda mit der Gartenstraße und der Flurstraße betroffen. Mihla verliert seine Straße in Gedenken an Thomas Müntzer, dem Reformator in der Zeit des Bauernkrieges. „Das war sehr knapp – Scherbda hat dort 54 und Mihla 52 Einwohner“, informiert Karola Hunstock. Die Bahnhofstraße darf Creuzburg behalten, da im Mihlaer Pendant weniger Anwohner leben.

15 Stadträte können wohl besser entscheiden als 37

„In Creuzburg und Mihla sind 150 Bürger und in Mihla insgesamt 220 Einwohner von Straßenumbenennungen betroffen“, sagt die Gemeinschaftsvorsitzende. Sie warb in der Stadtratssitzung, die erforderlichen Straßen-Umbenennungen noch in diesem Jahr zu beschließen.

„15 Stadträte können besser entscheiden, als dann 37 im Amt Creuzburg“, schlägt sie vor. Auch die Beantragung einer einheitlichen Postleitzahl solle zeitnah erfolgen, damit der Bürger nicht für Ortsumschreibung, Postleitzahlumschreibung und Straßenumbenennung dreimal Dokumente sowie seine Adresshinterlegung bei Geschäftspartnern ändern lassen muss.

Karola Hunstock führte an, dass der zukünftige Gesamtstadtrat um vier Sitze aufgestockt werden könne. Auch sei es auf entsprechenden Ratsbeschluss möglich, statt eines hauptamtlichen nur einen ehrenamtlichen Bürgermeister zu wählen. Dieser Beschluss müsse jedoch drei Monate vor der Wahl veröffentlicht werden.

Ohne Gegenstimme fiel ein vorsorglicher Beschluss über einen Förderantrag bezüglich des Abrisses Marktstraße 6 über das Thüringer Förderprogramm zur Anpassung an den demografischen Wandel im ländlichen Raum. Die Kosten von rund 95.000 Euro würden zu 100 Prozent gefördert. Die Marktstraße 4 sei bereits in städtischem Eigentum, für die 6 habe der Eigentümer Verkaufsbereitschaft signalisiert. Zusammen ließe sich für beide Flächen besser ein Investor finden.

„Wir wollen mit Scherbda ins Dorferneuerungsprogramm“, führt Ronny Schwanz ins Thema der Erarbeitung eines gemeindlichen Entwicklungskonzeptes für diesen Ort an. Spätestens im März müsse der Antrag beim Fördermittelgeber liegen. „Man ist noch im Zwiespalt, welches Gebäude wir zum Dorfgemeinschaftshaus machen“, führt Klaus Rödiger an.

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