Das kann großes Kino werden

Peter Rossbach schreibt in dieser Folge des Eisenacher Notizbuches über die politische Fusionitis.

Peter Rossbach

Peter Rossbach

Foto: Norman Meißner

Die politische Fusionitis grassiert in der Region. Die SPD aus Stadt und Kreis hat sich zu einem Kreisverband zusammen geschlossen, nun folgen Kreis-CDU und Stadt-CDU. Und irgendwie ähnelt es sehr und unterschiedet sich doch.

Bei der SPD setzt sich mit Michael Klostermann einer aus dem meinungs- und lautstarken Eisenacher Verband an die Spitze, bei der CDU ist mit Michael Brodführer einer aus dem Kreisverband derjenige, der es richten soll. Der Bad Liebensteiner Rathauschef gilt nicht direkt als ausgewiesener Eisenach-Freund, aber dafür als ein Freund der scharfen Klinge in der politischen Debatte. Letzteres macht häufig genug Spaß, weil es Leben in die Auseinandersetzung bringt, kann aber auch manchmal verletzend sein.

Austeilen können – wie es sich im politischen Geschäft gehört – also beide. In jedem Falle darf sich das geneigte Publikum auf den sprachlichen Wettkampf der neuen Kreischefs von SPD und CDU freuen. Das kann großes Kino werden.

Die beiden Personalien werfen aber auch Fragen auf. Haben sich da schon die beiden Listenführer für die im kommenden Jahr anstehende Kreistagswahl in Stellung bracht? Und/oder sehen wir hier schon den politischen Aufgalopp der beiden „Nachwuchs“-Kandidaten für die Landratswahl 2024? Schon spannend.