Debakel mit Folgen beim SG Gospenroda: Leischner nimmt Hut

Gospenroda  Nach desolater Leistung der SG Gospenroda beim 1:5 gegen Steinach zieht der erfahrene Trainer sofort die Konsequenzen.

Norbert Leischner trat unmittelbar nach Abpfiff zurück.

Norbert Leischner trat unmittelbar nach Abpfiff zurück.

Auf den Befreiungsschlag hatten sie gehofft. Heraus kam ein schmachvolles 1:5-Debakel, nach dessen Abpfiff für Norbert Leischner gestern das Maß voll war. Der Trainer der SG Gospenroda, der erst im Sommer wieder auf die Bank zurückgekehrt war, trat mit sofortiger Wirkung zurück. „Zur Pause habe ich nochmal an die Ehre appelliert. Aber gebracht hat das nichts, wenn man gesehen hat, wie wir die weiteren Tore kassiert haben“, war der 61-Jährige vom Auftritt seiner Elf restlos enttäuscht. Mit seiner Entscheidung wolle er der Mannschaft Alibis nehmen.

Das Heimspiel gegen Mitaufsteiger SG SV Steinach offenbarte das Hauptproblem der Gospenrodaer. Fallen Leistungsträger aus, insbesondere Abwehrchef Benjamin Glock (Muskelfaserriss), „reicht es einfach nicht für diese Liga“, stellte Leischner ernüchtert fest. Jedoch lag es nicht nur am Defensivverhalten. Die komplette Mannschaft agierte zu halbherzig, zu ungenau und war meilenweit von Landesklassentauglichkeit entfernt.

Es dauerte über eine halbe Stunde, ehe Steinachs junger Ersatztorhüter Paul Eichhorn-Nelson eingreifen musst – bezeichnenderweise bei einem riskanten Rückpass eines Teamkollegen. Da führten die von zahlreichen Anhängern begleiteten Gäste schon 2:0. Dem frühen 0:1 (11.), als Hillemann im Strafraum aus der Drehung flach einschoss, war ein grober Fehlpass der Gospenrodaer vorausgegangen. Das 0:2 ging dann auf die Kappe von Schlussmann Björn Rinn, der beim 40-m-Freistoß von Lorenz viel zu weit vorm Tor stand.

Kurz vor der Pause lag der Anschluss in der Luft, doch Trostmanns Flugkopfball klatschte von der Lattenunterkante zurück ins Feld. Es bleibt hypothetisch ob ein Treffer Gospenroda ins Spiel zurückgebracht hätte. Statt dessen verteilte die SG nach dem Wechsel weitere Geschenke – bis zum 0:5. Mirtschinks Elfmeter war nur Kosmetik und konnte Leischner auch nicht mehr umstimmen.

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