Deutschland-Tour ist Großereignis für die Wartburgregion

Eisenach  340.000 Euro kostet es, damit Eisenach Etappenort sein kann. Die Finanzierung gelingt dank vieler Partner, hauptsächlich vom Land Thüringen, aber auch aus der privaten Wirtschaft.

Kampf um die besten Positionen bei der Deutschland-Tour im vorigen Jahr, hier auf der dritten Etappe. Die Strecke führt gerade in Westthüringen durch reizvolle Abschnitte, teils sehr bergig.

Kampf um die besten Positionen bei der Deutschland-Tour im vorigen Jahr, hier auf der dritten Etappe. Die Strecke führt gerade in Westthüringen durch reizvolle Abschnitte, teils sehr bergig.

Foto: Deutschland-Tour/Isaak Papadopulous

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Aus Bielefeld meldete sich am Mittwoch ein Mann per Telefon, weil er gern als Streckenposten bei der Deutschland-Tour Ende August in Eisenach dabei sein will. 130 Posten in etwa werden benötigt, um für Sicherheit auf der Rennstrecke zu sorgen, so Friedhelm Göpel vom Ordnungsamt der Stadt.

Deshalb rührte Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke) zur Vorstellung von Unterstützern und Sponsoren im Rathaus am Mittwoch kräftig die Werbetrommel, damit sich weitere Freiwillige melden. Es gebe für Streckenposten nicht nur die besten Plätze und vielleicht auch einen Auftritt im Fernsehen, lockte die Oberbürgermeisterin, sondern auch Verzehrgutscheine und Lunchpaket.

Die Etappen der Radtour werden live im öffentlichen Fernsehen übertragen. „Eine bessere Werbung gibt es für uns nicht“, sagt Wolf bestimmt. Andreas Trautvetter, Präsident des Regionalverbundes Thüringer Wald, stimmt ihr da gänzlich zu. „Mehr Werbung als mit solch‘ einer Spitzensportveranstaltung lässt sich nicht machen“, signalisiert er, dass eine Beteiligung für den Regionalverbund von Beginn an klare Sache war.

Thüringen zahlt eine Viertelmillion

Der Touristikverband hat zusammen mit dem Freistaat Thüringen die Lizenzgebühren von rund 250.000 Euro für die klamme Stadt übernommen, damit Eisenach überhaupt Etappenort des Großereignisses werden konnte, bei dem Rad-Stars wie Julian Alaphilippe, Emanuel Buchmann oder Geraint Thomas mitfahren.

Hinzu kommen rund 90.000 Euro an Kosten für Rahmenprogramm und Organisatorisches, die Eisenach zu leisten hat und welche die Stadt durch Hilfe von vielen Partnern, darunter zahlreiche Unternehmen der Region, finanziell nahezu zu 100 Prozent deckeln kann.

Profis radeln mehrfach über die Hohe Sonne

Die Begleitveranstaltungen am 31. August und 1. September in Eisenach und den anderen zahlreichen Orten seien „großartig“, lobte Trautvetter ausdrücklich. Was es in Eisenach alles zu erleben gibt, steht in einem Extra-Flyer zum Tourerlebnis, der in den nächsten Tagen verteilt wird. Viel ist dabei – am 31. August das Jedermann-Rennen vor dem eigentlichen Zieleinlauf, eine Fahrradmesse auf der Spicke, Laufradradeln für Kinder oder die After-Race-Party im Stadtschloss mit den Musikbands Reisegruppe Sued und Teenitus.

Hinzu kommt ein Bühnenprogramm auf der Spicke, wo die Radprofis am 31. August, gegen 17.06 Uhr, den Schlussspurt ansetzen. Wer sie bereits auf der Strecke sehen will, sollte sich an die Tipps von Friedhelm Göpel halten. An der Hohen Sonne kommen die Fahrer mehrfach vorbei, ebenso wie in der Adelheidstraße. Wer seinen Favoriten am Freitag vielleicht verpasst hat, sollte am Tag darauf ab 10 Uhr das Einschreiben der Profis vor der finalen Etappe nicht verpassen. Da muss jeder Profi unterzeichnen. Alle diejenigen, die nicht genug vom Rennspektakel haben, können ab 11.30 Uhr im Innenhof des Schlosses erst Musik, ab 14 Uhr dann Public Viewing auf der Großleinwand erleben. Natürlich mit Zieleinlauf in Erfurt.

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